Als katholischer CEO in USA, Indien,
Singapur und Casablanca

von Heinrich von nWulfen

Unter dem Titel "Als katholischer CEO in USA, Indien, Singapur und Casablanca“ hat sich Heinrich von Wulfen als neues BKU-Mitglied einer Runde von 16 Personen mit einen Vortrag über seinen Werdegang und insbesondere seine Erfahrungen bei jahrelangen Aufenthalten im Ausland vorgestellt.

Heinrich von Wulfen schilderte, wie er und seine Familie sich in den USA, in Indien, in Singapur und in Casablanca in einem überwiegend nicht katholischem Umfeld zurecht fanden.

Er startete seinen Vortrag mit zwei Brücken zu vorhergehenden BKU Veranstaltungen.

Zum einen gibt es eine Verbindung zu St. Joseph, Hamburg-St. Pauli, denn ein ehemaliger Pfarrer in seinem 800 Einwohner Heimatdorf war dort vorher Kaplan. St. Joseph wird jetzt von Pfarrer Schulz betreut wird, der darüber ein lesenswertes Buch geschrieben und vorgestellt hat, was unter den Hamburger BKU Mitgliedern gut bekannt ist.

Zum anderen besuchte er das Emsland Gymnasium Leoninum in Handrup und war Mitschüler vom heutigen Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer, der gerade Mitwirkender beim Empfang des BKU beim Katholikentag 2022 war.

Wehrdienst in der Marine

Schnell nach dem Abitur folgten 15 Monate Marine. Er kam zur Fregatte Braunschweig und war Teil des 6-monatigen Marienemanövers STANAFVORLANT ‘76 inkl. USA Marineerfahrungen. Braunschweig spielte weiter eine wichtige Rolle in seinem Leben: Er studierte an der TU Braunschweig Nachrichtentechnik mit Vertiefung Medizintechnik und lernte seine Frau kennen, die Pharmazie studierte und die als Apothekerin oft ihre Karriere wegen der Auslandsaufenthalte unterbrechen musste.

Jede der 4 Auslandsstationen (immer 3 Jahre Entsendung) stellte er mit einem Steckbrief vor, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Er ging chronologisch vor und startete mit der katholischen Gemeinde St Helena in Iselin, Jersey, USA. Beide Töchter wurden hier in den USA geboren. So lernten alle neben den Gottesdiensten und dem Gemeindeleben auch die Taufe kennen. Er hob hervor, dass in den USA die Gemeinden sich selbst tragen müssen und dass jedes Kirchenmitglied – sehr direkt - um einen Beitrag gebeten wird, nämlich um 3% des Nettogehaltes. Das Familienfest des Jahres: Thanksgiving – nicht Weihnachten.

Als Katholik in Mumbai

Die zweite Station war Mumbai, Indien, mit 80% Hindus und gerade 2% Christen. Allerdings waren diese meist katholisch. Erwartet wurde, dass Fahrer und 2 Hausangestellte beschäftigt werden. Glücklicherweise konnten katholische Angestellte gefunden wurden.
Da es mehrere katholische Gemeinden in Mumbai gibt, hatte er sich für die Gemeinde entschieden, in der der Erzbischof aktiv war.
Eine große berufliche Herausforderung: Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter einen Schulplatz für die Kinder zu finden! Das Familenfest des Jahres: Diwali.

Religiöse Toleranz in Singapur

Die dritte Station war Singapur, ein Staat mit höchster religiöser Toleranz, auch für die sehr kleine katholische Gemeinde. Es gibt dort eine schöne katholische Kirche, eingezwängt zwischen Hochhäusern und Hotels.

Hier war die große berufliche Herausforderung, für zuziehende Mitarbeiter eine passende Wohnung zu finden, denn der Staat besteht mit Erfolg darauf, dass die Ausgewogenheit der ethnischen Vielfalt in jedem öffentlichen Wohnkomplex gespiegelt ist. Das Familienfest des Jahres: Chinese New Year.

Letzte Station Casablanca

Die vierte und letzte Station war Casablanca, wo die Christen nur 1% der Staatsbevölkerung ausmachen, allerdings auch meist Katholiken. Die Staatsreligion ist Islam.

Heinrich von Wulfen erklärte ausführlich, dass die Firma in ihrem Ablauf und in Ihrer Gebäudestruktur voll auf diese Religion abgestimmt ist: ein Gebetsraum mit Teppichen für die Mitarbeiter. Zur Arbeitswoche gehörte für alle Mitarbeiter/innen am Freitagnachmittag Zeit für den Moscheebesuch. Und während des Ramadans galt für alle Mitarbeiter ein verkürzter Arbeitstag mit vollem Lohnausgleich, wobei alle Mitarbeiter die Fastenregeln des Ramadan respektierten, egal ob Muslim oder nicht. Und der Ramadan endete mit einem Feiertag, dem Zuckerfest.

Im Anschluss an den Vortrag wurde noch eine ganze Reihe von detaillierten Fragen an den Vortragenden und seine Frau gestellt. Beiden wurde beigepflichtet, dass diese große Anzahl von Auslandsaufenthalten eine Bereicherung, aber auch eine große Herausforderung für die ganze Familie war.

Heinrich von Wulfen ist als Freiberufler der Gesundheitsbranche treu geblieben und kümmert sind um das kritische Thema Patientendatensicherheit und fokussiert sich auf die WhatsApp Ablösung bei den Leistungserbringern.

Aktuelles

// Keine Ausweitung des Sonntagshandels

In einem Interview mit domradio.de spricht sich der BKU-Vorsitzende Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel gegen die Forderung der Kölner CDU nach mehr verkaufsoffenen Sonntagen aus.

// Gesprächspartner zum Tagesevangelium gesucht

Das Domradio sucht immer wieder interessante Gesprächspartner zum aktuellen Tagesevangelium auch aus den Reihen des BKU.

MEHR MELDUNGEN


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