Rund 50 Teilnehmer, zahlreiche Fragen und eine lebhafte Diskussion: Beim BKU-Forum am 8. September 2026 in der Ständigen Vertretung Berlin stand die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Bundes-BKU hatte die Diözesangruppe Berlin-Brandenburg zu einem Austausch mit Wolfgang Kubicki, Bundesvorsitzender der FDP, eingeladen.
Nach dem Grußwort des BKU-Bundesvorsitzenden Dr. Martin Nebeling setzte Kubicki mit seinem Impulsvortrag zum bewusst provokant formulierten Thema „(Wie) ist die Soziale Marktwirtschaft noch zu retten?“ den Ton für den weiteren Nachmittag. Wie gewohnt pointiert und mit einer guten Portion politischer Lebenserfahrung nahm er die aktuellen wirtschafts- und gesellschaftspolitische Entwicklungen in den Blick. Seine Ausführungen boten reichlich Stoff für die anschließende Diskussion.
Moderiert von Jakob Heinen, dem stv. Vorsitzenden der DG Berlin-Brandenburg, diskutierte Kubicki gemeinsam mit Christoph Meyer, FDP-Spitzenkandidat für die kommende Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, mit den Teilnehmern. Dabei ging es um die großen wirtschaftspolitischen Fragen ebenso wie um konkrete Berliner Themen.
Gerade angesichts der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl bot sich die Gelegenheit, auch die Berliner Wirtschaftspolitik unter die Lupe zu nehmen: Welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen? Wie lässt sich wirtschaftliche Dynamik wieder stärken? Und welche politischen Entscheidungen sind notwendig, damit Leistung, Eigenverantwortung und unternehmerische Initiative wieder stärker zur Geltung kommen?
Die Diskussion war geprägt von zahlreichen Fragen und Wortmeldungen aus dem Publikum. Die große Beteiligung zeigte, wie sehr die wirtschaftspolitischen Herausforderungen die Teilnehmer beschäftigen. Auf viel Zustimmung stießen insbesondere die Thesen, dass Deutschland mehr Mut zu Reformen braucht und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wieder stärker in den Mittelpunkt politischen Handelns rücken muss.
Für die Diözesangruppe Berlin-Brandenburg ist dabei klar: Die Soziale Marktwirtschaft darf nicht bei ökonomischen Kennzahlen stehen bleiben. Sie braucht einen klaren Wertekompass. Freiheit und Verantwortung, Eigeninitiative und Solidarität gehören zusammen. Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen soll der BKU deshalb den Austausch darüber fördern, wie diese Prinzipien in konkretes politisches Handeln übersetzt werden können.
Nach dem offiziellen Teil wurde bei einem gemeinsamen Essen in der Ständigen Vertretung noch in geselliger Runde weiterdiskutiert und genetzwerkt.
Der Dank der Diözesangruppe Berlin-Brandenburg gilt Wolfgang Kubicki und Christoph Meyer für den offenen und pointierten Austausch sowie allen rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit ihren Fragen und Beiträgen zu einem gelungenen BKU-Forum beigetragen haben.
Text: Jakob Heinen | Bilder: Norman Gebauer