Unter dem Titel „KI verantwortungsvoll gestalten – Die neue industrielle Revolution“ trafen sich im Georgianum in Ingolstadt Teilnehmer der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und der BKU-Diözesangruppe Eichstätt zu einem Vortrags- und Diskussionsabend über Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz. Anlass der Veranstaltung war die Frage, wie sich technischer Fortschritt mit sozialer Verantwortung und Menschenwürde verbinden lässt.
Referent Benedikt Bögle, Experte für Arbeits- und Sozialrecht mit Schwerpunkt KI, beleuchtete rechtliche und sozialethische Perspektiven auf den Einsatz von KI in Unternehmen. Bereits die Einladung hatte zentrale Fragen formuliert: Welche Regeln braucht der KI-Einsatz im Unternehmen? Welche arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten? Und wie lassen sich Effizienzgewinne mit christlicher Verantwortung vereinbaren?
In der Diskussion kristallisierten sich mehrere Kernaussagen heraus: Der Einsatz von KI wird in Unternehmen mittelfristig weitgehend alternativlos sein. Gleichzeitig muss gerade in katholisch geprägten Organisationen geprüft werden, ob Anwendungen der Würde des Menschen gerecht werden. Automatisierte Entscheidungen zulasten von Menschen sind kritisch zu sehen, klare betriebliche Regeln notwendig. Offen bleibt, ob KI langfristig Beschäftigung abbaut oder schafft – sicher ist jedoch, dass sie viele Berufsbiografien nachhaltig verändern wird. Die gelungene Veranstaltung zeigte, dass technologische Innovation und ethische Reflexion gemeinsam gedacht werden müssen.
Andreas Becker, DG Eichstätt