Was kann ein Young Professional von einem erfahrenen BKU-Mitglied lernen? Welchen Blick gewinnt ein langjähriger Unternehmer durch die Begegnung mit der nächsten Generation?Antworten auf diese Fragen liefert das Mentoringprogramm des Jungen BKU.
Über 30-mal ein Match – das Mentoringprogramm des Jungen BKU ist im Dezember erfolgreich gestartet. Mit mehr als 60 Teilnehmenden bringt das einjährige Programm junge Unternehmer, Studierende und Berufseinsteiger mit erfahrenen BKU-Mitgliedern zusammen. Hauptbestandteil ist das individuelle Mentoring, bei dem sich die Tandems regelmäßig austauschen. Dabei geht es um berufliche Herausforderungen, persönliche Entwicklung, Fragen der Führung und nicht zuletzt um die Orientierung an christlichen Werten im Berufsleben. Formate wie digitale Stammtische ermöglichen einen übergreifenden Austausch und bieten Input – den Aufschlag machte im Frühjahr Lioba Heinzler, mit Dr. Rüdiger von Stengel geht es in Kürze um Hacks zum Thema Unternehmensgründung, Chancen und Hürden.
Zu den Initiatoren des Programms gehört die Vorsitzende des Jungen BKU, Lioba Müller. Sie zieht zur Halbzeit der ersten Runde eine positive Zwischenbilanz: „Was als Wagnis gestartet ist, hat sich zu einem unglaublichen Gewinn kristallisiert.“ Das Mentoring eröffnet eine neue Perspektive auf anstehende Entscheidungen und bietet Orientierung bei beruflichen Herausforderungen – getragen von einem reichen Erfahrungsschatz und einem christlichen Wertekompass.
Für Markus Classen, der als Mentor teilnimmt, ist der Austausch ein Gewinn für beide Seiten: „Ich habe einen wirklich interessanten Menschen mit einer klaren Werte-Orientierung kennenlernen dürfen, der intensiv auf der Suche nach einem guten Weg für sich ist und der offen dafür ist, sich von mir Orientierung anbieten zu lassen.“ Zugleich habe ihm die Zusammenarbeit bewusst gemacht, „wie wertvoll meine Glaubens-, Unternehmer- und Lebenserfahrung ist“.
Auch aufseiten der Mentees stößt das Programm auf große Resonanz. David Garcia Baaken berichtet von der Begleitung durch seinen Mentor Dr. Klaus Molzberger: „Seine treffenden Fragen und Aufgaben halfen mir dabei, meinen Arbeitsalltag strategischer zu organisieren und das Wesentliche im Blick zu behalten.“ Besonders wertvoll sei für ihn der ganzheitliche Ansatz gewesen, der Glaube, Familie, Beruf und persönliche Entwicklung miteinander verbinde.
Ähnliche Erfahrungen schildert Christoph Krieger, der von seinem Mentor Daniel Trutwin begleitet wird. Neben dem persönlichen Austausch habe er von dessen Erfahrung und Netzwerk profitiert. Besonders dankbar sei er für die Einblicke in das Unternehmen seines Mentors und dessen Branche gewesen. Dass Mentoring keine Einbahnstraße ist, betont auch Dr. Rüdiger von Stengel aus dem BKU-Bundesvorstand. Er erlebt die Gespräche als „wertvollen Austausch auf Augenhöhe“, der von großem Vertrauen geprägt sei. Durch die Begegnung mit seiner Mentee lerne er zugleich die Sichtweise der nächsten Generation besser kennen und verstehen.
Auch die Rückmeldungen weiterer Tandems zeigen, wie vielfältig die Lernerfahrungen sind. Mentor Bernhard Schirmers schätzt insbesondere den Einblick in die Arbeitswelt einer jüngeren Generation sowie die offenen Diskussionen. Sein Mentee Thilo Stoll hebt die konstruktiven Gespräche hervor, die ihm Orientierung für seine nächsten Karriereschritte gegeben hätten. Besonders wertvoll seien für ihn der Perspektivwechsel und die zahlreichen Impulse gewesen, die er unmittelbar in seinen Alltag übertragen konnte.
All das wäre nicht möglich ohne ein starkes Team – viele Köpfe engagieren sich aus den Reihen des Jungen BKU, mitgetragen und engagiert unterstützt wird das Programm auch seitens des Bundesvorstands. Seit Dezember ist das Vorstandsmitglied Robin Walther Ansprechpartner, nachdem Cornelius Bolze den Weg für die erste Kohorte bereitet hat. Unter Walthers Leitung wird der Junge BKU das Mentoringprogramm weiter ausbauen. Nach dem laufenden Matchingprozess für den nächsten Jahrgang sollen im Oktober zusätzliche Formate und neue Inhalte das Angebot erweitern. Das Grundprinzip bleibt dabei unverändert: Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen und sie dabei zu unterstützen, Verantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft aus christlicher Überzeugung heraus zu gestalten.
Kurz: Mentoring mit Mehrwert.
Bericht: Markus Jonas
Selbst Mentor oder Mentee werden? Registrierung möglich unter: www.bku.de/junger-bku/mentoringprogramm