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Bund Katholischer Unternehmer (BKU) (Startseite)DiözesangruppenBonnBesuch des Museums König: Geschichte und Zukunft

Besuch des Museums König: Geschichte und Zukunft

Gemeinsam mit dem Industrie- und Handelsclub Bonn e.V. besuchte der BKU Bonn am 29.4.2026 das Museum Alexander König auf de Adenaueralle in Bonn.

Der Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn, Professor Dr. Bernhard Misof, erläuterte uns im Museum den aktuellen Forschungsstand zum uns alle betreffenden Biodiversitätswandel. Welche Auswirkungen hat das auf unser Leben? Welche Werkzeuge kann die Wissenschaft bereitstellen, um negative Tendenzen zumindest zu dämpfen? Spannende Fragen und Erkenntnisse für die Gestaltung unseres Lebens und unserer Umwelt.

Das Museum ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird von Bund und Ländern gemeinsam über eine Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Spezialisiert ist es auf rezente Wirbeltiere und Gliederfüßer. Die Forschungseinrichtung entstand aus dem Privatmuseum des Bonner Ornithologen und Universitätsprofessors Alexander Koenig, der dieses 1929 dem preußischen Staat übereignete.

Seit 2021 gehört als zweiter Standort das Museum der Natur Hamburg, ehemals Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg, zur Stiftung. Dies führte zur Integration von zoologischen, mineralogischen und geologisch-paläontologischen Museen von Hamburg und Bonn. Mit diesem Schritt wurde das Museum Koenig zu einem der wichtigsten naturkundlichen Einrichtungen innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft. Das Hamburger Museum wird 2030 die 12 Sockelgeschosse des Elbtowers beziehen.

Professor Misof erschloss uns die zukunftsgerichtete Dimension der Beschäftigung mit der Biodiversität. Lediglich 15% der 10 Millionen Arten der Erde sind erst erforscht. Die Biologie bietet dabei Antworten für eine Ernährung und ein Leben im Einklang mit der Natur, die ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur möglich macht.

Der Besuch der naturkundlichen Ausstellung ist darauf ausgerichtet, den Besuchern die Vielfalt der Natur zu erschließen (etwa durch eine 3-D Animation der Welt unter dem Blätterdach des Afrikanischen Urwalds) und Zusammenhänge zwischen unseren Essgewohnheiten, oder unserer Techniknutzung und dem Ressourcenverbrauch der Natur zu vermitteln – mit dem Ziel jeden Besucher in einen Botschafter und Mitarbeiter der Biodiversität zu verwandeln.

Abgerundet wurde der Besuch durch einen Einblick der historischen Rolle des Museums König für die Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln. 1948 konstituierte sich die Parlamentarische Versammlung zur Erarbeitung des Grundgesetzes im zentralen Saal des Museums – zwischen mit Tüchern verhangenen Giraffen und Nashörnern. Das Büro von Alexander König wurde zum Büro des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, was auch gleichzeitig als Kabinettssaal diente und der Saal, in dem uns Prof. Misof die Einführung vortrug, war der erste Plenarsaal der Bundesrepublik.

So bot dieser Besuch einen einmaligen historischen Einblick und eine faszinierende Perspektive auf unsere Zukunft. Abschließend verarbeiteten wir unsere Eindrücke im benachbarten Kanzler-Hotel bei einem Absacker.