Gestern durften wir – Mitglieder und Freunde des BKU (Bund Katholischer Unternehmer) – die ERA ONE Pionieranlage der Firma INERATEC im Industriepark Höchst besuchen. Ingo Katz, technischer Geschäftsführer von INERATEC, führte uns in die Technologie ein und zeigte uns die Produktionsanlage. Ehrlich, umfassend und voll erkennbarer Begeisterung für die Idee dieser Anlage: Mit der Herstellung von synthetischen, klimafreundlichen e-Fuels einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft und klimaneutraler Mobilität zu leisten.
Ehrlich wies er darauf hin, wo e-Fuels einen relevanten Beitrag leisten können (z.B. im Langstreckenflug oder der Schifffahrt) und wo nicht, im direkten Vergleich mit e-Autos.
Umfassend zeigte er uns, wie aus CO2 als Abfallprodukt einer Biogasanlage und Wasserstoff (H2) als Nebenprodukt aus einer Chlor-Alkali-Elektrolyseanlage von Nouryon e-Fuels und e-Wachse hergestellt werden, die dann als Basis für Kraftstoffe, wie Kerosin aber auch für Kosmetika oder Kunststoff weiterverarbeitet werden können.
Dabei war ihm die Begeisterung deutlich anzumerken, hier gemeinsam mit seinem Team Neuland zu betreten. Nachdem INERATEC mit der Anlage bewiesen hat, dass auf diesem Weg e-Fuels und e-Wachse industriell hergestellt werden können, kommt jetzt die Phase der Optimierung: Den kontinuierlichen Betrieb sicherzustellen und den Prozess so zu verbessern, dass hinsichtlich Menge und Kosten ein attraktives Produkt für den Markt entsteht.
Beeindruckend war auch, wie groß das Interesse an dieser Technologie auf der ganzen Welt ist und wie umfassend sich Politiker aus Bund und Ländern über die Möglichkeiten und Perspektiven informieren.
Nicht zuletzt ist die INERATEC auch ein schönes Beispiel eines deutschen Start-ups. Es war wohltuend, dann noch kurz einen der Gründer, Paolo Piermartini, kennenzulernen und zu erfahren, dass dem Unternehmen auch in Deutschland wirksame Unterstützung zuteil wurde.
Insgesamt ein Beispiel, das in vielerlei Hinsicht Mut macht. Einfach beeindruckend.