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Mit Vertrauen, Augenhöhe und Werten – so gelingt eine interessengeleitete und gerechte Entwicklungspolitik

Gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), der AFOS Stiftung und Ordo socialis haben wir zum Fachgespräch „Interessen und Werte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit – Perspektiven für eine neu ausgerichtete deutsche Entwicklungspolitik“ einladen dürfen.

Zum Thema des Gesprächs haben Lars Schäfers, Generalsekretär der sozialethischen BKU-Tochter Ordo socialis – Wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung der Christlichen Gesellschaftslehre e.V., Dr. Wolfgang Stefinger MdB (CDU/CSU), Dr. Marlen Homeyer (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)), Christoph Oehmichen, Leiter der AFOS-Berufsbildungspartnerschaft in Kolumbien, und Kathrin Schroeder (Misereor) Impulse gehalten und diskutiert.

In seinem Eröffnungsimpuls plädierte Schäfers für eine Orientierung der – reformierten, nunmehr an sicherheits- und wirtschaftspolitischen Interessen ausgerichteten – deutschen Entwicklungspolitik an der Katholischen Soziallehre.

Unter Bezug auf die Enzyklika Sollicitudo rei socialis von Papst Johannes Paul II. rückte er dabei die Kernwerte Solidarität und soziale Gerechtigkeit als Leitsterne in den Fokus.

David Dekorsi, BKU-Geschäftsführer, stellte in seinem Schlusswort wiederum die Perspektive katholischer Unternehmer in den Vordergrund. Als solche sehen wir im BKU drei Faktoren, die eine neu ausgerichtete Entwicklungspolitik erfolgreich gestaltbar machen.

1️⃣ Vertrauen – statt schwer kommunizierbarer Wirkungen und mangelnder Glaubwürdigkeit.

„Eigene Interessen in der Entwicklungszusammenarbeit sind nicht anrüchig. Sie sind legitim, wenn sie transparent ausgewiesen werden und in einem fairen Verhältnis zu den Zielen der Partnerländer stehen“, wie David Dekorsi betonte.

2️⃣ Augenhöhe – und zwar nicht nur als Lippenbekenntnis.

Weiter betonte der BKU-Geschäftsführer: „Der Wechsel vom Geberland zum Wirtschaftspartner ist keine kosmetische Umbenennung. Er verlangt eine echte Haltungsänderung. Partnerländer sind keine Empfänger unserer Güte. Sie sind Märkte, Lieferanten, Bildungspartner und zunehmend auch Konkurrenten.“

3️⃣ Eigene Werte kennen und vertreten – ohne belehrend zu wirken.

„Deutsche Entwicklungszusammenarbeit darf nicht belehrend wirken, Aber sie darf – und muss – ihre eigene Wertegrundlage kennen und vertreten“, so Dekorsi abschließend.

Für den BKU ist die Katholische Soziallehre mit ihren Grundprinzipien Subsidiarität, Personalität, Solidarität und Gemeinwohl nicht nur für die Soziale Marktwirtschaft, sondern auch für die Entwicklungspolitik maßgeblich. Die Arbeit der BKU-Tochter AFOS zeigt, wie dies in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann.

Wir danken unseren Partnern für die hervorragende Zusammenarbeit bei dieser Veranstaltung – und Katharina Hopp (KAS) für die gelungene Organisation und gute Moderation!