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„Knowhow erhalten“: BKU-Vorsitzender Nebeling mit Statement zur Aktivrente im ZDF

Anlässlich der Einführung der Aktivrente zum 1. Januar 2026 wurde der BKU-Bundesvorsitzende Dr. Martin Nebeling in der TV-Nachrichtensendung ZDFheute am 02.01.2026 zu den Erwartungen von Unternehmern an das neue Gesetz befragt. „Wir erhoffen uns, dass mehr Menschen, die noch ein gebrauchtes Knowhow haben, im Erwerbsleben bleiben und damit auch den Unternehmen erhalten bleiben, um ihr Wissen zu transferieren“, erklärte Nebeling gegenüber ZDFheute.

Bereits im November 2025 hatte der BKU in einer Stellungnahme seines Arbeitskreises Steuerrecht den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung einer Aktivrente begrüßt. Die vorgesehene steuerliche Entlastung könne dazu beitragen, das Potenzial erfahrener Arbeitnehmer länger für den Arbeitsmarkt zu erhalten und so das anhaltende Fachkräfteproblem der Unternehmen in Deutschland abzumildern.

Zugleich heißt es in der Stellungnahme, dass der Verband eine gleichwertige Regelung für junge Erwachsene als noch wichtiger erachte. Eine entsprechende steuerliche Förderung, etwa bis zum 25. Lebensjahr, könne Anreize für eine frühe Arbeitsaufnahme oder eine rasche Beendigung des Studiums schaffen. Damit wäre dem Arbeitsmarkt und der Volkswirtschaft in gleicher Weise gedient.

Eine solche Ausweitung der Aktivrente könne zudem dazu beitragen, die Attraktivität von Pflichtjahren – im sozialen Bereich oder bei der Bundeswehr – für junge Menschen zu steigern. Nicht nachvollziehbar sei hingegen, dass ausschließlich für die ältere Generation Anreize geschaffen und nur diese steuerlich gefördert werde.

Gleichsam sei es bedauerlich, ,,dass bislang keine vergleichbare steuerliche Begünstigung für Selbständige und Gewerbetreibende vorgesehen sei. Hier gelte es, alternative Regelungen für selbständige Rentner zu evaluieren.

Bild: Screenshot ZDFheute, 02.01.2026