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Kursbestimmung zwischen Goethe und Bach, VEB und sozialer Marktwirtschaft

Junger BKU auf den Spuren der Einheit in Leipzig



Vom 23. bis zum 25. November 2018 traf sich der „Junge BKU“ in Leipzig zu seinem zweiten Mitgliedertreffen in diesem Jahr. In der Stadt, die schon Bach und Goethe inspirierte und mittels friedlicher Revolution den Weg zu Einheit und demokratischem Neubeginn ebnete, sollte es neben einem kulturellen Programm für die etwa 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet um die Weiterentwicklung und inhaltliche Ausrichtung des „Jungen BKU“ gehen. 
Eröffnet wurde das Treffen im Rahmen eines Begrüßungs-Workshop zur Kursbestimmung gemeinsam mit der BKU-Geschäftsführerin Dr. Sabine Schößler, Prof. Dr. Margot Ruschitzka aus dem Vorstand des BKU sowie dem Vorsitzenden der Diözesangruppe Leipzig, Dr. Thomas Stickler, in den Räumlichkeiten der Sparkasse Leipzig, die für exzellente Verpflegung nach teils langer Anreise sorgte. Ein gemeinsames Abendessen im historischen Auerbachs Keller, bekannt aus Goethes „Faust“, komplettierte den ersten Veranstaltungstag.

Vom VEB zur AG

Die Firmenbesichtigung bei der VNG AG am Samstag stand unter dem Motto „Vom Volkseigenen Betrieb (VEB) zur Aktiengesellschaft“ und skizzierte den Wandel des Betriebs hin zur sozialen Marktwirtschaft. Dabei erläuterten die Gastgeber im Rahmen einer Besichtigung eindrucksvoll, wie Firmengeschichte und Unternehmenswerte des Energiekonzerns im Architekturkonzept des VNG-Neubaus umgesetzt wurden. Dr. Reinhart Böhm, pensionierter ehemaliger Leiter Gassteuerung bei der VNG, schilderte den Jungunternehmern unter anderem auch seine persönlichen Erfahrungen als Katholik in der ehemaligen DDR, was auf großes Interesse stieß. „Geschichte wiederholt sich und deswegen ist der Austausch zwischen den Generationen auch so wichtig“, so Dr. Böhm. Mit diesem Stichwort fanden sich die Mitglieder des „Jungen BKU“ im Anschluss zur Weiterentwicklung ihres Profils zusammen, denn der Austausch zwischen den Generationen ist eins ihrer Hauptanliegen. 

Austausch zwischen den Generationen fördern

Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung war der Wunsch nach einem Mentoring-Programm: Dabei sollen jedem neuen Mitglied bei Anmeldung im BKU potenzielle Ansprechpartner vermittelt werden. Die Ausgestaltung obliegt den am jeweiligen Mentoring Beteiligten. Zudem möchte sich der „Junge BKU“ stärker in den Vorstand integrieren, um so aktiver an einem Austausch zwischen den Generationen mitwirken zu können.

Für offene Kommunikation

Leipzig ist berühmt für seine politische Satire, die in der ehemaligen DDR zwischen den Zeilen auch Regimekritik transportierte und so auf eigene Weise zur politischen Neuordnung beitrug. Im Sinne einer offenen Kommunikation beendete so ein gemeinsamer Kabarettbesuch Tag zwei des Mitgliedertreffens. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der 2015 geweihten Propstei-Kirche St. Trinitatis in Leipzig sowie anschließendem Brunch und Austausch klang das Wochenende aus. Das nächste Treffen steht schon fest: Vom 5. bis zum 7. April 2019 kommt der Junge BKU in Münster wieder zusammen. Das zweite Jahrestreffen wird zukünftig im Sinne eines aktiveren Austauschs an die Bundesversammlung des BKU angeschlossen.

Autorin: Silvia Funke

Foto: Dr. Reinhard Böhm erläutert, wie Unternehmensgeschichte und -werte im Architekturkonzept des VNG-Neubaus umgesetzt wurden.

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