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Für eine positive Einschätzung des Beitrags muslimischer Mitmenschen

BKU: Es geht um die Menschen, nicht um ihre Religion

„Die Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehört ist, ist nicht zielführend“, findet der Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel. „Wichtiger ist für uns als Christen und als Unternehmer doch der Blick auf die Menschen, die mit uns leben und arbeiten.“ Und da sei festzuhalten, dass eine große Mehrheit der Muslime in Deutschland auf dem Boden unserer Verfassung steht, fleißig und engagiert ihre Arbeit verrichtet und so zum Gemeinwohl beiträgt.
„In den Betrieben geht es nicht um die Religionszugehörigkeit, sondern darum, wie sich der Einzelne in die Gemeinschaft der Mitarbeitenden einbringt. Genau daraus entsteht eine gegenseitige Wertschätzung.“ Gerade weil nach wie vor viele katholischen Unternehmer christlich orientierten Parteien nahe stehen, wirken pauschale Aussagen zum Islam kränkend und verstörend.

Im Übrigen dürfe man die religionskulturelle Leistung des Islam nicht außer Acht lassen. Muslime fungierten in der Geschichte vielfach als Vermittler zwischen dem Wissen der klassischen Antike und dem westlichen Abendland. Sie entwickelten auf dieser Basis philosophisches Gedankengut, medizinische Methoden oder technische Konstruktionen weiter. Das alles vergesse man zu oft, wenn man den Islam auf radikale Exzesse und die Scharia reduziere. Vergessen werde auch, dass mit Albanien und Aserbeidschan zwei überwiegend islamisch geprägte Länder zu Europa gehören.

„Unser Auftrag als Christen ist es, anderen Religionen gegenüber selbstbewusst, offen und dialogbereit zu sein“, betont der BKU-Vorsitzende. Daher ist Ausgrenzung der völlig falsche Weg. Integration funktioniert nur, wenn beide Seiten dazu bereit sind. Für den BKU-Vorsitzenden ist aber auch klar: „Ein radikaler Islam, der sich über andere Religionen, unsere Verfassung und die Menschenrechte stellt, gehört natürlich nicht zu Deutschland.“ Zur Integrationsleistung einer pluralisierten Gesellschaft gehört auch die Lernbereitschaft und Toleranz der angestammten Bevölkerung. „Dass die Bevölkerung dazu bereit ist, hat sich immer wieder gezeigt. Sie wünscht sich aber auch einen ausdrücklichen Gewaltverzicht von Muslimen und Musliminnen und letztlich einen demokratiefähigen Islam.“ Deshalb bringe es nichts, immer wieder eine Diskussion darüber zu führen, ob eine Religion zu einem Land gehöre. Spiritualität ist ein grundlegender Lebensvollzug des Menschen. „Wer miteinander in einer Gesellschaft mit uns lebt, hat Anspruch auf Menschlichkeit und Anerkennung wie alle anderen!“
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