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BKU-Pressemitteilung vom 6. November 2013

Der Meisterbrief muss bleiben!

„Wir brauchen ein klares Bekenntnis zum Meisterbrief“, fordert die BKU-Vorsitzende Marie-Luise Dött, MdB. Die duale Ausbildung in den vielen Meisterbetrieben sei wesentlich für die wirtschaftliche Stärke der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich und Hauptgrund für die im europäischen Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit. „Eine Abschaffung des Meisterbriefes würde dieses Erfolgsmodell gefährden“, so Dött.
Die Europäische Kommission nimmt den qualifikationsgebundenen Gewerbezugang in Handwerk und Freien Berufen in Deutschland kritisch in den Fokus. EU-Kommissar Michel Barnier will prüfen, ob der Nachweis bestimmter Qualifikationsvoraussetzungen notwendig ist.  Deutschland wird in einem aktuellen Schreiben des Kommissars angehalten, die Zugangsregelung zu allen Handwerksberufen zu begründen, die in der Handwerksordnung als meisterpflichtige Handwerke notiert sind. In Deutschland werden für etwa 100 Berufe Qualifikationsvoraussetzungen verlangt, wovon 41 Berufe zum Handwerk gehören.

„Andere Länder Europas beneiden uns um dieses System.“

 „Die aus Brüssel geforderte Begründung unserer Strukturen liegt auf der Hand“, betont die BKU-Vorsitzende: „Sie sind ein Erfolgsmodell. Andere Länder Europas beneiden uns um dieses System. Sie fragen uns, welche Elemente womöglich übertragbar seien“, berichtet sie. Bei Veranstaltungen des BKU mit dem europäischen Dachverband christlicher Unternehmerverbände Uniapac sei die gefragte Rolle der deutschen Vertreter, die Struktur der Berufsqualifikationen und des Dualen Ausbildungssystems als Erfolgsfaktoren zu präsentieren. Dieses Lernen voneinander gelte es aus Brüssel zu unterstützen, statt das erfolgreiche deutsche System zu untergraben. Die deutsche Politik müsse den Unternehmen ein klares Signal geben, indem sie sich deutlich gegen die Abschaffung des Meisterbriefes einsetze.

Auch für Dr. Thomas Köster, Leiter des Kompetenzzentrums Soziale Marktwirtschaft der Handwerkskammer Düsseldorf und des BKU-Arbeitskreises Eigentümerverantwortung, ist „das Meistersystem entscheidend für die hervorragende berufliche Qualifikationsstruktur in Deutschland.“ Damit trage es zusammen mit hervorragenden Ingenieuren und Kaufleuten wesentlich zur im europäischen Vergleich besonderen wirtschaftliche Solidität unseres Landes bei. Ohne Meister gibt es keine Lehrlinge und keine Facharbeiter. Damit fehlte eine entscheidende Grundlage für die deutsche Soliditätskultur. „Weiß Brüssel, was es tut, wenn es die Axt an das Meistersystem legt?“, fragt Köster. Zweifel seien angebracht: „Es gilt, mit aller Kraft gegenzusteuern!“


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Weitere Informationen:
Dr. Vera Bünnagel, Tel.: 0221 / 2 72 37 – 66, E-Mail: buennagel@bku.de.

Der BKU:
Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik und zum Führen mit Werten. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.

Herausgeber:
Marie-Luise Dött, MdB, Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer e.V., Tel. 0221/27237-0.

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