Pressemitteilung vom 27. Mai 2008

Dött erinnert an Grundlagen des
Demokratieverständnisses:
Kein Rückfall ins Klassenwahlrecht


"Die Einführung eines wie auch immer gearteten Zwei-Klassen-Wahlrechtes wäre ein übler Rückfall ins 19. Jahrhundert," warnt die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB. "Zu den Grundlagen unseres Demokratieverständnisses gehört es, dass jede Staatsbürgerin und jeder Staatsbürger genau eine Stimme hat und jede dieser Stimmen bei Wahlen das gleiche Gewicht hat," sagte sie am Dienstag in Berlin. Mit dieser Klarstellung reagierte Dött auf den Vorschlag des RCDS-Vorsitzenden Gottfried Ludewig, den "Leistungsträgern" im Lande ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht zu gewähren. Ludewig will damit nach eigenen Aussagen erreichen, dass alle diejenigen wieder mehr Einfluss bekommen, "die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen."

Nein zum Familienwahlrecht

Eine ebenso deutliche Absage erteilte Dött den Forderungen, nach einem Familienwahlrecht, das Eltern stellvertretend für ihre minderjährigen Kinder ausüben könnten. "Hier liegt der Teufel im Detail," erklärte die CDU-Abgeordnete: "Was ist etwa, wenn der Vater die CDU wählen möchte, die Mutter die SPD und die 17-jährige ihre Familienstimme lieber für die Grünen einfordert? Sollen wir die Familienstimme dann dritteln?"

Wahlrecht erfordert Verantwortung

Das gleiche Wahlrecht für alle nehme die Staatsbürger aber auch in die Pflicht, mahnte Dött. Dazu gehört es, dass die Menschen sich bei den Wahlen nicht nur vom kurzfristigen Eigeninteresse leiten lassen, sondern das Gemeinwohl im Auge halten und verantwortlich abstimmen. Und dass sie überhaupt abstimmen, denn: "Die extrem niedrige Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein sind für mich ein Warnsignal", meinte Dött.

Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesan­gruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.

Download: 2008-05-27-PM_Wahlrecht.pdf

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Werte schaffen Werte

Der Bischof von Speyer, der BKU, das Heinrich Pesch Haus und die Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz luden am 9.Dezember zum Unternehmertag.

Fachfrauen gegen Fachkräftemangel

BKU und Wirtschaftsförderung Stuttgart luden am 11. November 2011 zum Unternehmerdialog.

"Hoheitliche Konkursverschleppung"

Den großen Crash verhindern wollen beide - nur wie? Darin waren sich Elmar Brok und Joachim Starbatty uneins. In der Kommende Dortmund diskutierten sie über Rettungsschirme, Brandherde und wer eigentlich für alles haftet.

"Das Finanzsystem ist falsch"

Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus sprach in Frankfurt über Kleinstkredite und die große Krise des Weltfinanzsystems.

Dött begrüßt Stammzell-Urteil des EuGH

Das Urteil ist wegweisend. Die Richter haben klargestellt, dass das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und von diesem Zeitpunkt an ohne Wenn und Aber zu schützen ist.

Rettung des Kölner Stadtgedächtnisses

30.000 Regalmeter Archivalien wurden beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs zerstört. Wie sie gerettet werden können, erfuhr die Diözesangruppe Köln im neuen Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum.  

Christliche Unternehmerverantwortung

Der BKU hat seinen Grundlagentext "Christliche Unternehmerverantwortung" neu aufgelegt. Die Broschüre steht ab sofort in einem überarbeiteten Layout zur Verfügung. 

BKU-Kodex für Gute Arbeit

Der BKU-Arbeitskreis „Zukunft der Arbeit“ hat sich mit der Ethik im Arbeitsverhältnis beschäftigt. Dabei ist ein „Kodex für Gute Arbeit“ entstanden, der jetzt in Bergisch Gladbach vorgestellt wurde.

Die Zehn Gebote für Unternehmer

Eine der zentralen Aufgaben des BKU besteht darin, seinen Mitgliedern Orientierungshilfen für werteorientierte Unternehmensführung anzubieten. Ein erfolgreiches Beispiel dafür sind unsere "Zehn Gebote für Unternehmer".