Pressemitteilung vom 27. Oktober 2010
29. bis 31. Oktober 2010: BKU-Bundestagung in Hamburg:
Impulse zur Nachhaltigkeit und zur Sozialen Marktwirtschaft
Einen „Unternehmerspiegel Nachhaltigkeit“ stellt der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) auf seiner diesjährigen Bundestagung vor, die vom 29. bis 31. Oktober in Hamburg stattfindet. zu der Veranstaltung in der Handelskammer zu Hamburg werden rund 150 Teilnehmer erwartet. Das Tagungsthema lautet: „Soziale Marktwirtschaft vor globalen Herausforderungen“.
Prominentester Redner ist der renommierte SPD-Außenpolitiker Dr. Hans-Ulrich Klose, MdB, der über das deutsch-amerikanische Verhältnis nach der Finanzkrise berichtet. Der ehemalige Vorsitzende der norddeutschen Affinerie, Minister a.D. Werner Marnette, beschreibt, wo Wirtschaft und Politik den Hebel ansetzen müssen, um zukunftsfähig zu werden.
Weitere Redner der Tagung sind:
- der Staatsrat der Finanzbehörde Hamburg, Dr. Michael Voges;
- der Vorstandssprecher des Hamburger Bankhauses Donner & Reuschel, Markus Vitt;
- Hamburgs Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke;
- der Vorsitzende der Versammlung eines Ehrbaren Kaufmannes zu Hamburg Egbert Diehl;
- der Hamburger Erzbischof Dr. Werner Thissen feiert mit den Teilnehmer die Heilige Messe.
Der BKU-Unternehmerspiegel zur Nachhaltigkeit
In seinem Unternehmerspiegel beschreibt der BKU die Nachhaltigkeit als Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dazu formuliert der Katholische Sozialverband einen Fragenkatalog, an dem Unternehmen die eigenen Praxis reflektieren können: Unter der Überschrift „Ökonomische Nachhaltigkeit“ schreibt der BKU: „Gewinn ist die Voraussetzung für unternehmerische Freiheit“ und fragt dann:
- Nutze ich diese Freiheit, um die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern und seine Substanz zu stärken?
- Habe ich ein Vision, wo ich in zehn bis 20 Jahren mit meinem Unternehmen stehen will? Wie sieht meine entsprechende Unternehmensstrategie aus?
Ressourcennutzung und Wertschöpfung
Weiter stellt der Verband klar: „Die Nutzung von Gottes Schöpfung macht unternehmerische Wertschöpfung erst möglich“. Diese Nutzung solle jedoch verantwortlich erfolgen, was der BKU unter anderem an folgenden Fragen festmacht:
Welcher Ressourcenbedarf besteht bei der Herstellung meiner Produkte und wie kann ich ihn reduzieren?
Wie helfen meine Produkte meinen Kunden, ihren Ressourcenbedarf zu verringern und langfristig Kosten zu senken?
Wie belastet mein Produkt bei der Herstellung, der Verwertung und Entsorgung die Umwelt und wie kann ich die Belastung minimieren?
Kenne ich den „ökologischen Rucksack“, den ich beim Einkauf übernehme, und wie kann ich ihn reduzieren?
Soziale Nachhaltigkeit
Eine wichtige Rolle spielt für den BKU auch die „Soziale Nachhaltigkeit“, die der Verband am Umgang mit den Mitarbeitern festmacht: „Arbeitszeit ist Lebenszeit! Wie sorge ich dafür, dass meine Mitarbeiter gerne und motiviert arbeiten und Sinn in ihrem Tun erfahren?“, heißt es im Unternehmerspiegel, der darüber hinaus klarstellt: „Jeder Mitarbeiter ist Person! Ist der Umgang mit meinen Mitarbeitern „berechnend“ oder von echter Wertschätzung geleitet? Nehme ich ihr familiäres Umfeld wahr und habe ich ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte?“ Vorgestellt wird dieser Impuls von Prof. Dr. Ernst Hagenmeyer, dem Vorsitzenden des BKU-Arbeitskreises Nachhaltigkeit und ehem. Vorstand der Energieversorgung Schwaben (EnBW)
Rückfragen:
Ihre Rückfragen beantwortet Geschäftsführer Peter Unterberg, Telefon: 0221 /2 72 37 - 0 oder 0172-2339946
Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 250 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesan¬gruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.
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