Pressemitteilung vom 11. März 2011

 

BKU unterstützt Professor Yunus

Dött: Verstaatlichung und Politisierung der Grameen Bank verhindern

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) unterstützt Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus in seinem Bemühen um die Unabhängigkeit der Grameen Bank.

Die BKU-Bundesvorsitzende Marie-Luise Döttt (MdB) erklärte hierzu: „Das unternehmerische Engagement von Professor Yunus für die Ärmsten der Armen und seine Unbestechlichkeit sind der derzeitigen sozialistischen Regierung in Bangladesch offensicht ein Dorn im Auge. Es muss unbedingt verhindert werden, dass die Grameen Bank verstaatlicht oder politisiert wird.“  Dött wies darauf hin, dass die Grameen Bank zu 95 Prozent den eigenen Mikrofinanzkunden und nur zu fünf Prozent der Regierung von Bangladesch gehöre. Die Bank sei daher ein Musterbeispiel für das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“, so die BKU-Vorsitzende. Dieses entspreche dem Subsidiaritätsprinzip der Katholischen Soziallehre und sollte in der Entwicklungszusammenarbeit durchgängig beachtet werden.

Dött vermutet, dass die Angriffe auf Professor Yunus innenpolitisch motiviert sind und die dortige Regierung von gegen sie gerichteten Korruptionsvorwürfen ablenken wolle. Die BKU-Vorsitzende verwies auf die diesbezügliche Einschätzung der Bundesregierung, die auf der Homepage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nachzulesen ist. Dort heißt es:

„Die Wahlen Ende 2008 verliefen friedlich und brachten Sheikh Hasina von der "Awami League" an die Macht. Hoffnungen auf mehr Demo­kra­tie und die Fortführung der unter der Über­gangs­regierung er­ziel­ten Fortschritte durch demokratische Reformen, Schutz der Men­schen­rechte, Korruptionsbekämpfung (Rang 134 von 178 unter­such­ten Staaten auf dem Korruptions­index 2010 der Nicht­re­gie­rungs­organisation Transparency International) und Verbesserungen bei der öffentlichen Finanzverwaltung haben sich jedoch bisher nicht im wünschenswerten Umfang erfüllt.“

http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/laender_regionen/asien/bangladesh/zusammenarbeit.html

Die Grameen Bank war über viele Jahre von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt worden.

Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 300 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesan­gruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik. Seit Anfang der 1990er Jahre unterstützt er Mikrofinanzprojekte vor allem in Afrika.

Rückfragen beantwortet Geschäftsführer Martin J. Wilde: 0172 / 234 1922

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Die Zehn Gebote für Unternehmer

Eine der zentralen Aufgaben des BKU besteht darin, seinen Mitgliedern Orientierungshilfen für werteorientierte Unternehmensführung anzubieten. Ein erfolgreiches Beispiel dafür sind unsere "Zehn Gebote für Unternehmer".