Pressemitteilung vom 7. Juli 2010


Dött kritisiert Urteil zum Umgang mit Embryonen:

Menschliches Leben ist schon im Frühstadium zu schützen

„Menschliches Leben beginnt aus christlicher Sicht mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Von diesem Zeitpunkt an ist es ohne Wenn und Aber zu schützen. Das gilt auch dann, wenn diese Vereinigung nicht im Mutterleib stattfindet, sondern im Reagenzglas!“ Mit dieser Klarstellung hat die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB, auf das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofes zur Präimplantationsdiagnostik reagiert.

„Ich habe Verständnis für Eltern, die genetisch vorbelastet sind und Risiko-schwangerschaften vermeiden wollen“, sagte Dött in Berlin. „Ich befürchte aber, dass wir uns hier auf einer schiefen Ebene bewegen, bei der sich der Mensch zunehmend zum Herrn über Leben und Tod macht. Es steht uns nicht zu, zwischen lebenswertem und nicht lebenswertem Leben zu unter-scheiden“. Wenn die Präimplantationsdiagnostik (PID) erlaubt werde, sei zu befürchten, dass bald auch andere Kriterien bei der Auswahl der einzupflan-zenden Embryonen eine Rolle spielen werden. „Zur Auswahl von Wunsch-kindern ist es dann nicht mehr weit“, sagte Dött.

Der Bundesgerichtshof hatte am Mittwoch einen Berliner Arzt freigespro-chen. Dieser hatte in seiner „Kinderwunschpraxis“ befruchtete Eizellen un-tersucht und vor der Einpflanzung die genetisch auffälligen aussortiert. Um die Rechtslage zu klären, zeigte sich der Mediziner dann selbst an.

Der aktuelle Fall weise auf ein weiteres Dilemma hin, räumte Dött ein. Be-reits vor mehr als neun Jahren habe die Bundestags-Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ klare Regeln für die PID gefor-dert. Diese Regelung stehe bis heute aus. „Es kann aber nicht sein, dass wir solche Fragen von Leben und Tod nicht gesetzlich klären sondern den Ge-richten überlassen“, kritisierte Dött.

Der BKU


Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesan¬gruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.
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Herausgeber: Marie-Luise Dött, MdB, Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer e.V., Georgstraße 18, 50676 Köln, Tel. 0221/272370

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Werte schaffen Werte

Der Bischof von Speyer, der BKU, das Heinrich Pesch Haus und die Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz luden am 9.Dezember zum Unternehmertag.

Fachfrauen gegen Fachkräftemangel

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"Hoheitliche Konkursverschleppung"

Den großen Crash verhindern wollen beide - nur wie? Darin waren sich Elmar Brok und Joachim Starbatty uneins. In der Kommende Dortmund diskutierten sie über Rettungsschirme, Brandherde und wer eigentlich für alles haftet.

"Das Finanzsystem ist falsch"

Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus sprach in Frankfurt über Kleinstkredite und die große Krise des Weltfinanzsystems.

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Das Urteil ist wegweisend. Die Richter haben klargestellt, dass das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und von diesem Zeitpunkt an ohne Wenn und Aber zu schützen ist.

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Christliche Unternehmerverantwortung

Der BKU hat seinen Grundlagentext "Christliche Unternehmerverantwortung" neu aufgelegt. Die Broschüre steht ab sofort in einem überarbeiteten Layout zur Verfügung. 

BKU-Kodex für Gute Arbeit

Der BKU-Arbeitskreis „Zukunft der Arbeit“ hat sich mit der Ethik im Arbeitsverhältnis beschäftigt. Dabei ist ein „Kodex für Gute Arbeit“ entstanden, der jetzt in Bergisch Gladbach vorgestellt wurde.

Die Zehn Gebote für Unternehmer

Eine der zentralen Aufgaben des BKU besteht darin, seinen Mitgliedern Orientierungshilfen für werteorientierte Unternehmensführung anzubieten. Ein erfolgreiches Beispiel dafür sind unsere "Zehn Gebote für Unternehmer".