Pressemitteilung vom 25. Februar 2011


Marie-Luise Dött, MdB, auf dem Kongress Christlicher Führungskräfte in Nürnberg:

Christen sollen sich selbstbewusst einbringen

Fast zwei Drittel der deutschen Bevölkerung gehören einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Darauf hat die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB hingewiesen. Entsprechend selbstbewusst sollten sich die Christen in die öffentlichen Debatten einbringen, sagte sie am Freitag vor mehr als 3000 Teilnehmern des Kongresses Christlicher Führungskräfte in Nürnberg.

Auch wer die biblischen Grundlagen der Christlichen Gesellschaftslehre nicht annehme, könne die Grundsätze dieser Lehre verstehen und danach leben. „Nach diesen muss der Mensch stets Ursprung, Träger und Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen sein. Die Gesellschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt“, erkärte Dött.

Für den Aufbau der Gesellschaft formuliere die Christliche Gesellschaftslehre das Subsidiaritätsprinzip, das Solidaritätsprinzip sowie das Gemeinwohlprinzip. Die Katholische Soziallehre baue zudem auf das Prinzip der Nachhaltigkeit, ohne diesen Begriff eigens zu verwenden.

Nachhaltigkeit als Prinzip der Katholischen Soziallehre


Das Prinzip der Nachhaltigkeit gewinne derzeit weit über die Ökologie hinaus an Bedeutung, erklärte Dött, die auch umweltpolitische Sprecherin der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion ist: „Wir müssen Umweltaspekte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigen. Nachhaltigkeit bedeutet letztlich nichts anderes, als für sich und andere Verantwortung zu übernehmen - für heutige und zukünftige Generationen.


Dött kritisierte, dass in der aktuellen Debatte die Bewahrung von Naturgütern oft vor den Interessen der Menschen stehe. „Über Nachhaltigkeit reden heißt aber auch, sich der Verantwortung, und zwar der globalen Verantwortung für die Menschen auf dieser Welt zu stellen und Lösungen zu finden, damit möglichst alle ein menschenwürdiges Leben führen können“ betonte sie.

Auf dem 7. Kongress Christlicher Führungskräfte in Nürnberg nehmen noch bis Samstag mehr als 3 000 Teilnehmer und 250 Aussteller teil. Dieses „Gipfeltreffen“ zum Thema Wirtschaft und christliche Werte steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“.  Prominente Redner sind der Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Friedhelm Loh, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, und der katholische Bischof des Bistums Eichstätt, Dr. Gregor Maria Hanke.

Ihre Rückfragen beantwortet BKU-Geschäftsführer Peter Unterberg, Tel. 0172 - 2 33 99 46

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