Pressemitteilung vom 27. März 2009

Dött: Der BKU muss gerade heute an die Säulen der Sozialen Marktwirtschaft erinnern

Feier zum 60-jährigen Bestehen in Bad Honnef

„Gerade heute müssen wir daran erinnern, auf welchen Säulen unsere Soziale Marktwirtschaft steht. Damit ist die ebenso zentrale wie zeitlose Botschaft des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU)  wieder hochaktuell!“ Das sagte die Vorsitzende des BKU, Marie-Luise Dött MdB, bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Verbandes am Freitag in Bad Honnef bei Bonn.

Zentrale Aussagen


Weiter sagte sie: „Wir müssen immer wieder deutlich darauf hinweisen,

  • dass der soziale Ausgleich in der Marktwirtschaft marktkonform zu geschehen hat;

  • dass zu den konstituierenden Elementen unserer Marktwirtschaft auch die Verbindung von Entscheidung und Haftung gehört, die sich idealerweise im Eigentümer-Unternehmer manifestiert;

  • dass der Staat zwar die Rahmenbedingungen setzen, sich aber als wirtschaftlicher Akteur zurückhalten muss,

  • dass die Bestrebungen, Überkapazitäten in bestimmten Industriebereichen wie etwa der Automobilindustrie durch staatliche Eingriffe zu erhalten, höchst problematisch sind.

Sorge um die Ordnungspolitik in der Lehre

Mit großer Sorge beobachte sie, dass diese ordnungspolitischen Aussagen zunehmend verdrängt werden. Das gelte insbesondere an den deutschen Hochschulen, an deren wirtschafts-wissenschaftlichen Fakultäten die Ordnungspolitik kaum noch gelehrt werde. „Studenten der Wirtschaftswissenschaften, die Walter Eucken oder Wilhelm Röpke nicht mehr kennen, kommen  mir wie Germanisten vor, die noch nie einen Originaltext von Goethe oder Schiller gelesen haben“, kritisierte Dött.

Der BKU im Jubiläumsjahr

Den BKU im Jubiläumsjahr charakterisierte Dött wie folgt:

  • Ein vitaler Verband, dessen ethischer und fachlicher Rat in Politik, Kirche, Medien und Verbänden immer häufiger nachgefragt wird.

  • Rund 1250 Mitglieder in 36  Diözesangruppen – das ist unser bisheriger Höchststand! Es ist ein gutes Gefühl für mich als Vorsitzende, einem Verband vorzustehen, der seit einigen Jahren zwar langsam aber stetig wächst.

BKU 2009, das sind bundesweite Arbeitkreise, die nicht nur reden, sondern auch substantielle Ergebnisse vorlegen: Vor einigen Jahren haben wir viel beachtete Modelle zur Unternehmenssteuerreform und zur Mikrofinanz in der Entwicklungspolitik veröffentlicht und 2008 ein Konzept zur Bildungsfinanzierung. Derzeit arbeiten wir unter anderem an Papieren über die Fortentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung, zur Nachhaltigkeit und zum Aktivierenden Grundeinkommen.

An der Jubiläumsfeier mit 350 Gästen im Katholisch Sozialen Institut wirkten als Redner mit: 

  • NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers;

  • RAG-Stiftungsrats-Vorsitzender Wilhelm Bonse-Geuking;

  • der Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten.

Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesan­gruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.

Download: 2009-02-26-PM_Jubi.pdf

 

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Werte schaffen Werte

Der Bischof von Speyer, der BKU, das Heinrich Pesch Haus und die Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz luden am 9.Dezember zum Unternehmertag.

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Das Urteil ist wegweisend. Die Richter haben klargestellt, dass das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und von diesem Zeitpunkt an ohne Wenn und Aber zu schützen ist.

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Der BKU-Arbeitskreis „Zukunft der Arbeit“ hat sich mit der Ethik im Arbeitsverhältnis beschäftigt. Dabei ist ein „Kodex für Gute Arbeit“ entstanden, der jetzt in Bergisch Gladbach vorgestellt wurde.

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