Pressemitteilung vom 10. September 2009
BKU-Vorsitzende Dött kritisiert Kapitalbeteiligungs-Pläne des DGB:
Schlechte Ziele diskreditieren eine gute Sache
Die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB, hat begrüßt, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sich für die Idee öffnet, Mitarbeit als Anteilseigner am eigenen Unternehmen zu beteiligen. „Damit greifen die Gewerkschaften eine alte Forderung des BKU auf – allerdings mit zwei Pferdefüßen,“ sagte Dött am Donnerstag in Berlin.
Beteiligung muss freiwillig erfolgen
"Mein größter Einwand ist, dass die Beteiligung nach Vorstellungen des DGB nicht freiwillig erfolgen soll, sondern kollektiv über Tarifverträge geregelt werden soll,“ kritisiert Dött. „Damit werden die Mit-arbeiter entmündigt und gezwungen, einen Teil ihrer Gehälter in Unternehmensanteile anzulegen. Das ist ein eklatanter Verstoß gegen das Subsidiaritäsprinzip und die Selbstbestimmung des Einzelnen.“
Vermögensbildung und Mitbestimmung trennen!
Die CDU-Bundestagsabgeordnete (Wahlkreis Oberhausen/Dinslaken) sieht in den Plänen außerdem eine bedenkliche Vermischung von Vermögensbildung und Mitbestimmung: „Der DGB möchte die Stimmrechte der Arbeitnehmer nicht von diesen selbst wahrnehmen lassen, sondern gebündelt über Betriebsräte oder gewerkschaftsnahe Beteiligungsfonds. „Damit versuchen die Gewerkschaften, die aktuelle Krise zu missbrauchen, um die Mitbestimmung auf kaltem Wege auszuweiten,“ mahnte Dött und ergänzte: „Mein Fazit dazu ist: Hier wird eine gute Sache mit schlechten Zielen diskreditiert!“
Der BKU
Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.