Pressemitteilungen

BKU-Pressemitteilung Nr. 5 vom 7. Februar 2018

Aufdeckung des Finanzskandals als Zeichen fortschreitender Transparenz

Der gestern bekannt gewordene Finanzskandal aus dem Bistum Eichstätt sorgt zu Recht für öffentliche Empörung. „So etwas darf in den Bistümern nicht vorkommen“, betont Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer e.V. (BKU). „Kirchliche Institutionen müssen auch in ihrem Finanzmarktverhalten ihrer besonderen Vorbildfunktion und ihren eigenen Werten gerecht werden.“

Vielerorts besteht Handlungsbedarf für mehr Transparenz, Professionalität und Good Governance in der Verwaltung und Finanzverwaltung der Kirche und ihrer Institutionen. „Doch es ist positiv und anerkennenswert, dass viele Bistümer hier inzwischen auf einem guten Weg sind“, so Hemel. Schließlich sei das Aufkommen des Verdachts auf Untreue im Bistum Eichstätt gerade das Ergebnis einer von den deutschen Diözesen vereinbarten Transparenzoffensive. Im Zuge dessen hatte Bischof Gregor Maria Hanke die Erarbeitung einer Bilanz gemäß den Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB) in Auftrag gegeben und externe Fachleute einbezogen.

Ökonomischer Sachverstand vielerorts benötigt…

Aus Sicht des BKU ein begrüßenswerter Schritt: Zwar liegt die Letztverantwortung bisher bei den Bischöfen. Doch wo kirchliche Würdenträger oder ihre Mitarbeiter mit der Verantwortung für wirtschaftliche Aufgaben überfordert sind, sollten sie Aufgaben delegieren. „Allerdings mit besonderem Augenmerk darauf, dass die Werte, für die wir Christen stehen, in unserem wirtschaftlichen Handeln die Leitlinie bleiben – für uns und von uns beauftragte Dritte“, so Hemel.

… aber nicht überall willkommen


In einigen Bistümern arbeiten die in den BKU-Diözesangruppen organisierten Unternehmer hierfür eng und vertrauensvoll mit den Bistümern zusammen. Vielerorts gibt es sachkundige Mitarbeiter mit ökonomischem Sachverstand. „Wir haben aber auch erlebt, dass engagierte katholische Unternehmer ihren Sachverstand anboten und auf wenig Interesse stießen. Unternehmer sind in der Kirche noch immer zu oft nicht willkommen", sagt der BKU-Vorsitzende.

Auch auf Bundesebene beschäftigen sich im BKU immer wieder Arbeitsgruppen mit Grundsätzen kirchlicher Vermögensverwaltung, erarbeiten Leitlinien und Forderungen für diesen Bereich. Weitere Informationen finden Sie auf www.bku.de im Bereich Positionen unter Kirchenfinanzen oder unter diesem Link.

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Zur Vertiefung
Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel steht Ihnen als Interviewpartner gerne zur Verfügung. Koordination: BKU-Geschäftsstelle, Dr. Vera Bünnagel, Tel. 0221 / 2 72 37 – 0, Mobil: 01525 / 570 76 76 oder per E-Mail


Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 34 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik und zum Führen mit Werten. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.
Herausgeber: Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer e.V., Tel. 0221 / 2 72 37 - 0.

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