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BKU gegen Verkürzung der Elternzeit

BKU-Pressemitteilung vom 23. November 2012

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) hält eine Verkürzung der Elternzeit auf zwölf Monate nicht für angemessen. „In den ersten Lebensjahren entwickeln sich die entscheidenden Grundlagen für die Entfaltung der Persönlichkeit jedes Kindes. Es gibt gute Gründe dafür, dass in dieser Lebensphase der höchstpersönlichen Erziehung durch die Eltern gegenüber der eigenständigen Erwerbstätigkeit eine besondere Bedeutung zukommt und die Gemeinschaft es einem Elternteil ermöglichen muss, nicht erwerbstätig zu sein“, sagte die Bundesvorsitzende des BKU, Marie-Luise Dött MdB. „In unserem BKU-Arbeitskreis Bildung haben wir diese Fragen intensiv diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Elternzeit und Elterngeld ein sachgerechter Ausdruck dieser Erkenntnis sind.“
Kindeswohl entscheidendes Kriterium

Entscheidendes Kriterium der Gewichtung von Erziehungsarbeit und Erwerbsarbeit sei das Kindeswohl. Die Entscheidungshoheit hierüber liege bei den Eltern. „Eltern muss eine umfassende Flexibilität und Wahlfreiheit ermöglicht werden, auf sehr unterschiedliche und individuelle Weise die Erziehung ihrer Kinder mit Erwerbstätigkeit zu verbinden. Staatliche Ordnung, Gesellschaft und Wirtschaft müssen familiengerecht werden, nicht die Familie arbeitsgerecht. Zu dieser Verantwortung bekennen sich die katholischen Unternehmer ausdrücklich“, sagte Dött. Dazu gehöre auch, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder ganz auf die Familie zu konzentrieren. Die Dreijahresregelung entspreche zugleich dem Zeitraum, für den in der Gesetzlichen Rentenversicherung Rentenansprüche für die Kindererziehung gewährt werden.

„Der BDA-Vorschlag enthält jedoch andere Ansätze, die uns sehr sinnvoll erscheinen“, betonte Dött. So halte der BKU es für einen vernünftigen Ansatz, Möglichkeiten zur Minderung des bürokratischen Aufwands der Unternehmen durch den Elterngeldbezug ihrer Mitarbeiter zu prüfen. Auch die Begrenzung staatlicher Bürokratie und eine Verbesserung der Transparenz bei der Unterstützung von Familien seien sinnvoll. Eine Bündelung der Vielzahl unterschiedlicher Transferleistungen könne dabei helfen.

 

Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören über 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.
 

Ihre Rückfragen beantwortet Geschäftsführer Martin J. Wilde, Tel. 0221/272370 oder 0172 / 234 19 22.
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