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äDie Verantwortung des Einzelnen ist unverzichtbarô

Pressemitteilung vom 18. Januar 2013

„Nachhaltigkeit erfordert politische Strukturreformen, aber auch Verantwortung jedes Einzelnen“, sagte Marie-Luise Dött, MdB, Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer e.V., am Freitag beim Führungskräftekongress in Leipzig. „So notwendig marktwirtschaftliche Anreize und ein geeigneter staatlicher Ordnungsrahmen sind, um Nachhaltigkeit zu erreichen, so unverzichtbar sind Menschen, die sich ihren Mitmenschen und dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Als Christen, als Unternehmer, als Politiker und als Teil einer aktiven Bürgergesellschaft.“
Leitlinien zur Umsetzung im täglichen Leben

Wie schwer es sei, Nachhaltigkeit im täglichen Leben und Wirtschaften tatsächlich umzusetzen, zeige sich an der globalen Finanz- und Schuldenkrise und den dabei offenbarten ethischen Verfehlungen und Regulierungsmängeln, im anhaltend hohen Ressourcenverbrauch in den Industrie- und Schwellenländern und in den ungelösten Problemen in den umlagefinanzierten Sozialversicherungen angesichts des demographischen Wandels. Es sei entscheidendes Ziel des BKU, sich für die Verwirklichung von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung in Politik und Wirtschaft stark zu machen: Einzufordern, dass die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt werden und Menschen sich auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene der Verantwortung für die Menschen auf dieser Erde stellen.

Der BKU erarbeite dazu konkrete Handreichungen für Unternehmer und Politiker, sagte Dött im Fachplenum „Soziale Verantwortung“ des Kongresses. Als konkrete Beispiele nannte sie die aktuelle Schrift „Zum Unternehmer berufen!“ des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, deren Mitherausgeber der BKU ist, und das aktuelle BKU-Grundsatzpapier „Markt-Staat-Bürgergesellschaft: Für eine Ordnungspolitik der Nachhaltigkeit“. „Zum Unternehmer berufen!“ entwickle praktische ethische Leitlinien für den Unternehmensalltag. „Markt-Staat-Bürgergesellschaft“ nenne konkrete Empfehlungen für die Politik, etwa zur Reform der Sozialversicherungen.
Soziale Verantwortung innerhalb der Generationen und zwischen ihnen

Dött betonte auch die soziale Verantwortung für künftige Generationen. „Im Status quo der Sozialversicherungen werden Ansprüche generiert, die unseren Kindern und Enkeln angesichts unausweichlicher demographischer Verschiebungen untragbare Lasten aufbürden. Rentenansprüche müssen wesentlich stärker nach der Kindererziehung gestaffelt werden“, forderte sie. Erziehung sei konstitutiv für die umlagefinanzierten Systeme, da die Kinder die Rentnergeneration später durch ihre Beiträge unterstützen. Die Staffelung mache das System unabhängig von demographischen Verschiebungen. Sie sei zugleich ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit zwischen Eltern und Menschen, die keine Kinder haben.

  
Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.
 

Ihre Rückfragen beantwortet Geschäftsführer Dr. Martin Schoser, Tel. 0221/27237-0.
 

Herausgeber: Marie-Luise Dött, MdB, Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer e.V., Georgstraße 18, 50676 Köln.
  

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