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BKU-Beitrag in werte-blog.de

„Rolling Stone“ – Die Rolle des christlichen Unternehmers

Christliche Unternehmerverantwortung und nachhaltiges Engagement in der Gesellschaft gehören zusammen wie Topf und Deckel. Ein christlicher Unternehmer sollte keine Scheu haben, in puncto nachhaltigen Engagements Projekte ins Rollen zu bringen und so ein „Rolling Stone“ zu sein, ungeachtet der Gefahr, damit „Stein des Anstoßes“ zu werden. Seit das Europäische Parlament die Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtend machte, ist Nachhaltigkeit für jedes Unternehmen ein Thema. Nicht erst seitdem wissen christliche Unternehmer, wie wichtig nachhaltiges Handeln ist: die natürlichen Lebensgrundlagen, die Schöpfung zu bewahren und uns auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene der Verantwortung für die Menschen auf dieser Erde zu stellen.

Somit gilt: Wohl an, voran! Damit christliche Unternehmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung Vorbild sein können, bedarf es entsprechender Öffentlichkeitsarbeit, auch darüber, was auf Unternehmen zukommt. Kurz nach dem EU-Beschluss informierte der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) über bürokratische Bürden und betriebswirtschaftliche Vorteile.

Ist Ressourcenschonung Teil meiner Lieferantenbewertung? Ist Ressourceneffizienz Teil meiner Unternehmenskultur? Wie kann ich Aspekte der Ressourceneffizienz für die Vermarktung nutzen? Der „Unternehmerspiegel Nachhaltigkeit“ des BKU unterstützt Unternehmer und Führungskräfte ihr konkretes Handeln zu überprüfen und zu hinterfragen (kostenfreier download auf bku.de).

Nachhaltigkeit braucht einen politischen Rahmen

Fakt bleibt: Die erfolgreiche Umsetzung des Nachhaltigkeitsprinzips steht und fällt mit der entsprechenden Rahmenordnung. Hier ist die Politik gefragt. Weiterer Handlungsbedarf besteht bei der Umsetzung des Haftungsprinzips. Die Divergenz von Verantwortung und Haftung war wesentlicher Faktor der globalen Finanz- und Schuldenkrise – sowohl in einzelnen Unternehmen als auch Staaten. Die übermäßige Staatsverschuldung und Bankenkrise wäre vermeidbar, wenn Finanzinstitute für Staatsanleihen genauso Eigenkapital hätten unterlegen müssen wie für Kredite an die Realwirtschaft. Auch die Vernachlässigung der Interessen künftiger Generationen in den umlagefinanzierten Sozialversicherungen ist alles andere als nachhaltig: Angesichts des demografischen Wandels können wir unserer Verantwortung für künftige Generationen nur durch weitere Strukturreformen gerecht werden.

Die „Soziale Frage“ ist in der Sozialen Marktwirtschaft durch eine Kombination von freiem Wettbewerb und unternehmerischer Initiative einerseits und staatlich gesetztem und durchgesetztem Ordnungsrahmen andererseits gelöst worden. Für die „Ökologische Frage“ empfiehlt der BKU den gleichen Lösungsansatz: auf Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einer gerade durch wirtschaftliche Leistung ermöglichten Ressourceneffizienz verbinden und dadurch die Schöpfung bewahren (siehe „Markt-Staat-Bürgergesellschaft: Für eine Ordnungspolitik der Nachhaltigkeit“; kostenfreier download auf bku.de). 

So notwendig marktwirtschaftliche Anreize und ein geeigneter staatlicher Ordnungsrahmen sind, so unverzichtbar sind Menschen, die sich ihren Mitmenschen und dem Gemeinwohl, auch dem zukünftiger Generationen, verpflichten.

Diesen Beitrag von BKU-Geschäftsführer Dr. Martin Schoser im werte-blog.de finden Sie hier.

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