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Ein Land mit Zukunft

Indien von zwei Seiten

Vortrag vor dem BKU bei Missio über "Indien von zwei Seiten"

Indien, ein Land der Gegensätze, auf der einen Seite eine aufstrebende Wirtschaftsmacht, auf der anderen immer noch ein Entwicklungsland. Mit diesen Gegensätzen der mit über 1,1 Milliarden Mensche größten Demokratie der Welt beschäftigte sich die erste Jahresveranstaltung des Diözesansverbands Aachen des Bunds Katholischer Unternehmer (BKU).
In Zusammenarbeit mit Missio hatte der BKU zu einem Vortragsabend unter der Überschrift "Indien von zwei Seiten - Soziale Markwirtschaft vor globalen Herausforderungen" in die Räumlichkeiten des Missionswerkes eingeladen. Andree Brüning, Vorsitzender des BKU freute sich, das "wir zu diesem spannenden Thema zwei echte Indien-Experten gewinnen konnten." Zu Mike Batra, Mitbegründer und Geschäftsführer der Dr. Wamser + Batra GmbH, der seit vielen Jahren mit seiner Firma als Berater für deutsche Firmen in Indien tätig ist, habe er schon länger Kontakt gehabt. Über den Kontakt zu Missio, das Indien in diesem Jahr zum Kampagnenthema für den Monat der Weltmission im Oktober gemacht hat, hätte sich dann die Möglichkeit gegeben zwei Fäden miteinander zu verknüpfen.

 Mike Batra, der übere seinen Vater indische Wurzeln hat, stellte in seinem Vortrag zunächst das Land allgemein vor. Indien sei ein sehr junges Land, von den derzeit über 1,1 Milliarden Einwohnern sind 500 Millionen unter 24 Jahre. Im Jahr 2025 könne es China als Bevölkerungsreichstes Land der Welt abgelöst haben. Auch sonst beeindrucken die Zahlen, die Indien beschreieben, durch Ihre Größe: Fast alle Religionen sind hier vertreten. Indien hat 22 anerkannte Hauptsprachen (mit unterschiedlichen Schriften) und 1000 Dialekte. Viele Inder verständigen sich untereinander in Englisch, der Wirtschaftssprache des Landes, weil sie die Sprache des Landes, weil sie die Sprache des andereen nicht beherrschen. Das Land hat eine stetig wachsende Mittelschicht von 50 bis 80 Millionen Menschen, die wenigen Wirtschaftszentren um die Hauptstadt Dehle, um Mumbay oder im Süden, boomten. Bis 2020 werde Indien die drittstärkste Wirtschaftsmaht sein, erklärte Mike Batra.

 Dem gegenüber stehen 600 Millionen Menschen, die von der Landwirtschaft abhängig sind, die wiederum vom Monsumn geprägt ist, der durch den Klimawandel unberechenbar geworden ist. Es gibt enorme Gegensätze beim Einkommen, zwischen 200 und 400 Millionen Inder leben unter der Armutsgrenze. Ein großes Problem ist die Bildung. Zwar gebe es eine fünfjährige Schulpflicht, doch gerade ärmere Familien helten ihre Kinder oft zuhause, weil sie mitarbeiten müssten. Mike Batra zeigte auf, wo indische ebenso wie ausländische Firmen, darunter Volkswagen und Allianz, sich auch sozial engagierten, doch hier müsste noch mehr geschehen, auch von Seiten der Regierung. "Besonders in der Bildung ist da noch ein großer Bedarf. Außerdem muss strärker in ländliche Regionen investiert werden."

 Margaretehe Rosskopf, Länderreferentin für Missio in Südasien mit Schwerpunkt Indien, ergänzte in ihrem Vortrag Batras Ausführungen und zeigte auf, wie die katholische Kirche (mit einem Anteil von 18 Millionen eine kleine Minderheit) mit ihren Werten zu einer positiven Veränderung beitragen könne. "Die Schere weitet sich zwischn arm und reich, gebildet und beinahme analphabetisch." Große Probleme seien die schlechte Bildung, die Gewalt gegen Frauen und Kinder, chronischer Hunger und die folgen der schnellen Modernisierung und Technisierung für die Landwirtschaft und Kleinwirtschaft. Vielen jungen Inder fehlten Identität, Würde und verbindliche Werte. Zur Veränderung brauche es den politischen und gesellschaftlichen Willen, bügerliche Mitverantwortung zu übernehmen. "Hier können die Kirchen mit unterstützung der Hilfswerke und der Nichtregierungsorganisationen gute Hilfe leisten", erklärte sie. Indien habe viele Traditionen und es mangele auch nicht an Ideen. Die Armen in den Mittelpunkt zu stellen und Werte zu vermitteln würde das Land in allen Aspekte stärken.
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