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BKU: Großes Interesse am Unternehmerempfang beim Katholikentag

Talentmanagement und Menschenwürde



„Talentmanagement und Menschenwürde“, unter diesem Titel hatten der Bund Katholischer Unternehmer und die IHK Nord-Westfalen zu einem gemeinsamen Unternehmerempfang aus Anlass des 101. Katholikentages in Münster eingeladen.
BKU-Bundesvorstandsmitglied Markus Wilp und Markus Classen, der vor kurzem die Verantwortung dafür übernommen hat, die Diözesangruppe Münster im BKU mit neuem Leben zu erfüllen, begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Der Katholikentag und der Unternehmerempfang in unserer schönen Stadt sind eine ausgezeichnete Basis um an unserem lokalen Netzwerk zu arbeiten“, freute sich Classen.



Eine Veranstaltung des BKU zusammen mit den jeweiligen Industrie- und Handelskammern gehört schon seit langem zur guten Tradition des Verbandes bei den alle zwei Jahre stattfindenden Katholikentagen. Die Verbindung zwischen Unternehmertum und Kirche stellte auch der neue Hauptgeschäftsführer der IHK Nord-Westfalen, Dr. Fritz Jäckel an den Anfang seines Grußwortes. Der ehemalige Leiter der Staatskanzlei in Sachsen zitierte Papst Franziskus mit der Forderung, den Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt der Arbeitswelt zu stellen. „Es kommt bei der Entwicklung von Talenten in Unternehmen darauf an, sie mit einem ethischen Führungsprinzip an ihre Aufgaben heranzuführen“, ergänzte Dr. Jäckel.



Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte, besuchte den Empfang des BKU gleich in doppelter Funktion. Er kam nicht nur als Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, sondern auch als Vorsitzender des Berliner Kardinal-Höffner-Kreises. Das ist ein ist ein Zusammenschluss von christlichen Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Unternehmern und Wissenschaftlern. Er versteht sich als Forum engagierter Christen an der Nahtstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hirte betonte die große Bedeutung vor allem auch der mittelständischen Unternehmen: „Sie denken nicht nur in Quartalszahlen, sondern in Generationen.“ Deshalb sei es eine zentrale politische Aufgabe die Innovationskraft dieser Unternehmer zu stärken und zu fördern.



Der Münsteraner Weihbischof Dr. Christoph Hegge stellte den Bezug zum Motto des Katholikentages her. Um die Suche nach Frieden gehe es in vielen Bereichen der Gesellschaft. Dazu gehörten auch der soziale Frieden und die Verantwortung alle für das Gemeinwohl. Dabei seien aber nicht nur die Unternehmer gefordert, sondern auch die Verbraucher im Blick auf ihr eigenes Verhalten. In seiner Enzyklika „Laudato si“ habe Papst Franziskus aufgezeigt, welche Prinzipien für das zukünftige Handeln maßgebend seien.    



In seiner Key Note beschrieb der BKU Bundesvorsitzende Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel das Talentmanagement als Unternehmensaufgabe, Personen und Organisationen zu entfalten oder zum Blühen zu bringen. Unternehmer seien nicht nur Subjekte des Wirtschaftens, „sie sind vor allem verantwortliche Akteure der Zivilgesellschaft“, erläuterte Professor Hemel. Als solche seien sie immer gefordert, Wirtschaft neu zu denken. Das gelte auch beim Blick auf den Menschen in seiner Personalität. So lasse er sich als ein Wesen zwischen dem „Homo Oeconomicus“, der in allen Lebensbeziehungen den Nützlichkeitswert voranstellt und dem „Homo Cooperativus“, der in der Lage ist, die Interessen seiner Mitmenschen und langfristige Entwicklungen in seine Entscheidungen mit einzubauen, begreifen. Der Mensch sei schöpferisch und kreativ. Das müsse er nutzen, um seine Talente zu entfalten und Lösungen zu finden.



Im Umgang mit seinen Mitarbeitern seien Unternehmer gefordert, einen guten Mittelweg zwischen sinnvoller Motivation und nachvollziehbarer Leistungsanforderung zu finden. „Gute Unternehmensführung hat aber auch etwas mit dem Erleben von Sinn und sinnvollem Handeln zu tun“, betonte der BKU Bundesvorsitzende. Die Frage nach dem Sinn werde heute gerade von jungen Menschen zunehmend gestellt. Deshalb sei eine transparente Kommunikation eine der Grundlagen des Erfolges, ebenso wie ein professionelles Konfliktmanagement. „Als Unternehmer muss ich Vertrauen schaffen, erhalten und mehren“, machte Professor Hemel deutlich. Christlich inspirierte Unternehmen hätten besonders gute Chancen, attraktive Arbeitgeber zu sein, „weil sie für die Ganzheitlichkeit im Zusammenhang Mensch und Wirtschaft besonders sensibel sind.“



Im Anschluss an den Vortrag nutzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung die Gelegenheit zum Austausch und zum Gespräch mit den Verantwortlichen des BKU. Markus Classen freute sich über zahlreiche Kontakte, die ihm das Interesse an einem Neustart der Arbeit der BKU-Diözesangruppe Münster bekundeten: „Das zeigt, dass wir auch hier vor Ort auf einem guten Weg sind.“



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