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Wirtschaft und Gesellschaft auf neuen Wegen

Grenzen des Wachstums ľ Wachstum der Grenzen

Wirtschaft und christlicher Glaube – dieses Verhältnis ist nicht immer ein Einfaches: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) versammelte vor diesem Hintergrund beim Kirchentag 2017 ein spannendes Panel, auf dem neben Dr. Hans-Toni Junius, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses, auch Prof. Andreas Barner aus dem Präsidium des Kirchentages, Marie-Luise Dött MdB, BKU-Bundesvorsitzende, und Prof. Albert Diefenbacher als Beauftragter des EKD-Rates für Umweltfragen Platz nahmen. Vor rund 350 Gästen aus der ganzen Republik diskutierten die Podiumsteilnehmer vor allem die Frage, welche Rolle eine verantwortungsvolle Wirtschaft übernehmen und welche Aufgaben sie in einer gerechten Gesellschaft erfüllen müsse.
Foto: BDI
Hans-Toni Junius schilderte gleich zu Beginn anhand seines eigenen Familienunternehmens C.D. Wälzholz KG, was Wachstum bedeute und wie seine Mitarbeiter und deren Familien direkt davon profitierten. Einig waren sich die Diskutanten schnell darin, dass Unternehmer eine große Verantwortung trügen: Für soziale Gerechtigkeit, für Teilhabe, für Zusammenhalt aber auch für Umwelt- und Klimaschutz. Prof. Albert Diefenbacher – auch Mitglied im Gesellschafter-Ausschuss des Pharmakonzerns C. H. Boehringer Sohn AG & Co. KG – betonte, ohne erfolgreiche  Unternehmen könne eine Gesellschaft keinen Fortschritt erzielen. In Deutschland seien gerade die mittelständischen Industrieunternehmen tief verwurzelt und Teil der Gesellschaft. Dies garantiere eine hohe Identifikation der Menschen mit Ihren Unternehmen und Arbeitgebern und führe im Ergebnis zu einer gerechteren Gesellschaft. Wachstum sei hierfür zwingende Voraussetzung.
 
Gleichzeitig wurde die Rolle der Industrie etwa beim Klimawandel kritisch beleuchtet. Viele der Teilnehmer wollten wissen, warum die Unternehmen oftmals so zögerlich erschienen – angesichts schwindender Ressourcen und des immer stärker erkennbaren Klimawandels. Marie-Luise Dött wies – ebenso wie Junius – darauf hin, dass Klimaschutz ein globales Problem sei, dass globale Antworten erfordere. „Ob CO2 in Deutschland oder dann eben – im Falle einer Verlagerung von Industrie – im Ausland in die Atmosphäre geblasen wird, ist für das Klima egal“, brachte Dött auf den Punkt. Unternehmen müssten stets auch das Wohl ihres Betriebs und ihrer Mitarbeiter im Blick haben.




 
Der BDI, der mit dieser Veranstaltung das erste Mal im Rahmen eines Evangelischen Kirchentags präsent war, plant auch 2019 in Dortmund als `Herz des Industrielandes Deutschland` wieder mit dabei zu sein.

Einige Impressionen vom Empfang des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) auf dem Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg finden Sie hier.

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