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äAuszeit - Sozialethische Tage im Klosterô von BKU und KAS im Kloster MŘnsterschwarzach

äNicht aufh÷ren, den eigenen Augen und Ohren zu vertrauenô

Vom 10. bis 12. April 2017 fand zum fünften Mal die „Auszeit - Sozialethische Tage im Kloster“ statt, eine Kooperationsveranstaltung des Bundes Katholischer Unternehmer e.V. (BKU) mit dem Bildungswerk Potsdam der Konrad-Adenauer-Stiftung. 45 Teilnehmende nutzten in der Karwoche die Gelegenheit,  bei den `Tagen im Kloster` im Kloster Münsterschwarzach bei Würzburg vor Ostern innezuhalten, das eigene wie das gesellschaftliche Leben zu bedenken und auszurichten. Die Tage waren geprägt durch das klösterliche Leben in der bereits im Jahre 780 gegründeten Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach: durch Ruhe, geistliche Anregungen, Vorträge und Gespräch.
Foto: Schoser
Neben der Teilnahme an Gebetszeiten und am Klosterleben standen Vorträge und Diskussionen zu sozialethischen Themen auf dem Programm.
Der Autor und Schriftsteller Dr. Klaus-Rüdiger Mai (Berlin) ging in seinem Vortrag zum Luther-Jahr auch auf das Verhältnis des Reformators zu Wirtschaftsfragen ein, insbesondere zur Angemessenheit des Verhältnisses zwischen Arbeit und Vergütung und der Wichtigkeit, moralische Kategorien mitzudenken. 

Prof. Dr. Elmar Nass, Wilhelm Löhe Hochschule Fürth und Geistlicher Berater der BKU-Diözesangruppe Aachen, gab in seinem Beitrag zur Währungsethik in Europa unter anderem Anregungen, wie verstärkt auf ethische Aspekte Rücksicht genommen werden könne bzw. müsse. So dürfe sich Sparen nicht zu einer Untugend entwickeln und es dürfe nicht zu einer Enteignung von Sparern und Rentnern kommen.

Marie-Luise Dött MdB, BKU-Bundesvorsitzende, betonte in ihrem Vortrag zu `Postfaktischen Zeiten – Wenn Stimmungen und Meinungen Argumente und Fakten ersetzen“, dass die sachliche Auseinandersetzung gesucht werden und man im Eintreten gegen offensichtliche und weniger offensichtliche Lügen stark bleiben müsse. „Wir dürfen nicht aufhören, den eigenen Augen und Ohren zu vertrauen und eigene emotional begründete Argumente in Frage zu stellen“, so Dött. „Und vor allem müssen wir alle versuchen, im Gespräch zu bleiben mit Menschen, die Gefahr laufen, sich selbst und den Zugang zu einer unvoreingenommenen und ausgewogenen Auseinandersetzung an den Stammtischen oder in den Echokammern des Internets zu verlieren.“



Abschließend führte Bruder Edmar bei seiner Führung durch das Klostergelände in die Energieprojekte des Klosters ein, so die Biogas- sowie die Holzenergiezentralen und Solarthermie, die mehr als 200.000 kWh Strom erzeugt. Dadurch sei die CO2-Bilanz der Abtei Münsterschwarzach seit 2008 ausgeglichen.

Einige Impressionen zur Auszeit 2017 finden Sie hier.
Impressionen
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