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BKU VortORT: Bestattungshaus Deussen

19.10.2016 Loslassen k÷nnen

Wirtschaft NEU denken heißt auch, sich mit der Gesellschaft und ihrem Umgang mit einer Abschiedskultur zu stellen. Abschied nehmen wir nicht nur im Tod, sondern auch von Arbeitsstellen, Kollegen und Geschäftspartnern. Das Gespräch mit Regina Deussen, Geschäftsführerin des Bestattungsunternehmens Deussen aus Herzogenrath, wird uns dahingehend sensibilisieren eine andere Sicht auf das loslassen zu gewinnen.

Vielen Menschen fällt das Loslassen schwer. Sie hängen an etwas, das ihnen wichtig scheint, aber (schon lange) nicht mehr für ihr Leben relevant ist. Oder sie können eine Situation nicht akzeptieren, die sich nicht mehr ändern oder rückgängig machen lässt.

Die Gründe für das Nicht-Loslassen sind vielfältig und häufig auch nachvollziehbar. Um nur einige zu nennen:

Vielleicht ist ein Familienmitglied oder ein Freund verstorben, über dessen Tod man nicht hinwegkommt, eine Trennung von Mitarbeitern, oder man hat sich etwas vorgenommen, das man aus bestimmten Gründen nicht mehr schafft, man wird von Schuldgefühlen geplagt oder hadert mit seinem Schicksal, weil man eine private oder berufliche Chance nicht wahrgenommen hat …

Die Probleme sind aber nicht ausschließlich in der Vergangenheit zu suchen. Auch in der Gegenwart gibt es oft Situationen, in denen eine Veränderung gut täte, das Vorhaben aber scheitert, weil man einfach nicht dazu in der Lage ist, einen Schlussstrich zu ziehen.

Warum fällt das Loslassen so schwer?

Das Loslassen gleicht einem inneren Abschied. Die Endgültigkeit des Loslassens ist es, die vielen Menschen Angst macht. Denn man weiß nicht, was danach kommt.

Man fürchtet den Verlust, die innere Leere. Man glaubt, etwas zu verlieren, das man unbedingt benötigt, auch wenn dem nicht so ist. In manchen Fällen ist noch kein „Ersatz“ in Sicht.

Manche Menschen lassen auch aus Bequemlichkeit nicht los, da sie sich vor den Mühen scheuen, die die Veränderung mit sich bringt.

Die Folgen des Nicht-Loslassens

Wenn Sie mit einer Situation nicht abschließen können, dann schadet das letztendlich Ihrer eigenen seelischen und körperlichen Gesundheit. Sie beschäftigen sich zu stark mit einem Thema, Sie investieren darin in der Regel langfristig Gefühle und (belastende) Gedanken, die Ihr Vorwärtskommen bremsen.

Die negativen Folgen des Nicht-Loslassens können sich in Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Depressionen, Panikattacken, innerer Anspannung und psychosomatischen Beschwerden manifestieren und schließlich sogar in eine Abhängigkeit, eine Sucht führen.

Gründe genug, die für ein rechtzeitiges Loslassen sprechen. Aber leichter gesagt, als getan! Denn das ist ja nicht nur eine Entscheidung und damit hat es sich.So kann das Loslassen gelingen!

Im anschliessenden Gespräch haben wir mit Regina Deussen vier Schritte zum schwierigen Umgang mit unserem "Loslassen" können besprochen:

1. Situation bewusst machen

Im ersten Schritt geht es darum, sich der aus dem Nicht-Loslassen resultierenden Belastung mit all ihren negativen Konsequenzen bewusst zu werden. Das gelingt am besten schriftlich.

Ziehen Sie sich an einen ruhigen Platz zurück. Notieren Sie in einem Notizblock zuerst die belastenden Situationen, die aus dem Nichtloslassen resultieren. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.

2. Dann kommen die Ängste dran

Auf einem neuen Blatt analysieren Sie Ihre Ängste und denken darüber nach, wovor und weshalb Sie sich in diesem Zusammenhang fürchten. Fürchten Sie sich vor einer bestimmten Konsequenz? In vielen Fällen stellt sich heraus, dass die Angst völlig unbegründet ist.

3. Die positive Veränderung

Nun führen Sie sich vor Augen, welche positiven Auswirkungen das Loslassen haben könnte, auf Ihr Wohlbefinden, auf Ihr Weiterkommen oder allgemein auf Ihr Leben. Auch wenn es manchen vielleicht schwer fällt, sich diese Perspektive zu erlauben, ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Stellen Sie die positiven Folgen des Loslassens den negativen Folgen des Nicht-Loslassens gegenüber.

Allein dieses schriftliche Bewusstmachen, dieses Niederschreiben kann eine reinigende Wirkung haben und damit den ersten so wichtigen Impuls für das Loslassen geben.

4. Akzeptieren

Nach dem Bewusstmachen folgt die Akzeptanz der Situation und damit kommt auch die Bereitschaft zum Loslassen.

Versuchen Sie zu akzeptieren, dass nicht immer alles nach Plan läuft und arrangieren Sie sich mit der Tatsache, dass es auf der Welt nicht immer fair zugeht. Akzeptieren Sie, auch in Zukunft nicht immer alles korrekt zu machen und dass auch die anderen Menschen ihre Fehler haben und nicht immer das tun, was man sich von ihnen wünscht.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie durch das Loslassen die betreffende Situation nicht gutheißen und dass das Loslassen nicht mit einer Kapitulation gleichzusetzen ist.

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