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Apostolischer Nuntius empfängt BKU-Mitglieder

Die Botschaft des Vatikans im Neuköllner Kiez

Dieser BKU-Montagabend war für alle Teilnehmer ein Festtag: Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nicola Eterović, feierte mit den Berliner BKU-Mitgliedern die Heilige Messe in der von Licht durchströmten, mit farbigen Glasfenstern und einem ausdrucksstarken Kreuzweg gestalteten Kapelle.
Erzbischof Nikola Eterović mit seinen Konzelebranten: Pfarrer Jürgen Doetsch (links) und Kaplan Raphael Weichlein (Foto: Werner Sygnecki)

Im Mittelpunkt der Predigt standen die Texte des Tages von zwei Frauen, die des Ehebruchs beschuldigt wurden. In beiden Fällen geht es nicht um die Anwendung des Gesetzes Gottes „du sollst nicht die Ehe brechen“, sondern um dessen Manipulation. Der Nunitus betonte die Worte Jesus Christus „Urteilt nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet“ (Mt 7,1).

Beim anschließenden Empfang begrüßte der aus Kroatien stammende Erzbischof die Gottesdienstbesucher in den repräsentativen Räumen seiner diplomatischen Vertretung, die von dem Münsteraner Architekten Dieter Georg Baumewerd 1997 entworfen wurde. Die Residenz befindet sich nicht wie die meisten Botschaften in einem Villenviertel, sondern liegt am Rand des Neuköllner Volksparks Hasenheide, einem stadtbekannten Drogen-Umschlagplatz.

Mario Ahlberg, Vorsitzender der BKU-Diözesangruppe Berlin, bedankte sich für die Einladung in die Nuntiatur und stellte den Gastgeber kurz vor: Seit 1980 steht Dr. Nikola Eterović im diplomatischen Dienst. Er empfing 1999 die Bischofsweihe und war Nuntius in der Ukraine, bis er 2004 von Johannes Paul II. zum Generalsekretär der Bischofssynode im Vatikan ernannt wurde. Während des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. koordinierte er die Vorbereitung und den Verlauf von drei ordentlichen Generalversammlungen, sowie zwei Sonderversammlungen für Afrika und den Nahen Osten. Im  September 2013 ernannte  Papst Franziskus Bischof Eterović zum Apostolischen Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland. Außer seiner Muttersprache spricht der Kroate sechs weitere Fremdsprachen.

Seine Aufgaben in Deutschland seien vielfältig, erklärte der Erzbischof bei dem Empfang. Er nimmt die Interessen des Vatikans wahr und vertritt den Papst gegenüber den Ortskirchen. Auf die Frage, ob ihn der von einigen deutschen Bischöfen angekündigte Paradigmenwechsel in Vorbereitung der Familiensynode beunruhige, antwortete Eterović diplomatisch. Die Katholische Kirche zeichne sich durch die Vielfalt der Ortskirchen und durch die Einheit der Universalkirche aus. Zwischen beiden bestehe ein Gleichgewicht, das immer wieder neu ausbalanciert werden müsse. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Einheit nicht gefährdet ist“, betonte der Nuntius.
Natürlich interessierte die Berliner BKU-Mitglieder auch, ob der Nuntius schon die Namen der Bischofskandidaten für das Erzbistum Berlin kennt. Darauf gab es wiederum eine diplomatische Antwort: „Drei Vorschläge kommen aus Rom und das Domkapitel wählt einen davon aus. In der Regel dauert der Prozess ungefähr ein Jahr“.  



Zum Abschluss gab es das obligatorischen Gruppenfoto in der Empfangshalle. Dabei erfuhren die BKU-Mitglieder, dass das Bild über ihnen – mit dem Titel „Inri 2006“ –  vom kroatischen Künstler Dimitrije Poaović aus dem Privatbesitz des Nuntius stammt.

Berlin, den 23. März 2015
Fides Mahrla

> Predigt des Nuntius
> Bildergalerie auf der Webseite der Nuntiatur

Die Glasfenster in der Kapelle der Nuntiatur wurden von Wilhelm Buschulte und die Kreuzweg-Reliefs von Maria J. Fernandez geschaffen.
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