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Fachtagung beim Diözesancaritasverband befasste sich mit Chancen und Risiken der Corporate Social Responsibility (CSR)

Nachhaltigkeit darf keine Schönwetterveranstaltung sein

Am 7. November 2014 führte der BKU Münster gemeinsam mit dem Diözesancaritasverband, der Handwerkskammer und der Freiwilligenagentur in Münster eine Veranstaltung zum Thema CSR durch. Gleich zum Auftakt der Tagung "NACHhaltigkeit braucht VORbilder" machte Dr. Dr. Thomas Rusche deutlich, dass es bei der vieldiskutierten Nachhaltigkeit/CSR nicht nur um ansehnliche Bilder für die Marketingabteilung geht: "CSR macht keinen Sinn, wenn es eine Schönwetterveranstaltung ist", sagte der Geschäftsführer eines deutschlandweit tätigen Bekleidungsunternehmens und münsteraner BKU-Mitglied.
Doch nicht nur der promovierte Pilosoph und Ökonom Rusche lieferte für die Teilnehmer aus Wirtschaft und Gesellschaft Impulse zur Etablierung einer nachhaltigen Unternehmensstrategie. "Wir haben bei der Auswahl der Referenten bewusst die Kooperation mit Wirtschaftsverbänden gesucht", erklärte Organisator Peter Hoffstadt. So kamen neben dem Geschäftsführer des CSR-Kompetenzzentrums der Caritas Deutschland, Karl-Hans Kern, auch Vetreter des Handwerks zu Wort: Dr. Karsten Felske, stellv. Geschäftsführer und Karin Tomkötter von der Handwerkskammer Münster, stellten die Herausforderungen für Handwerksunternehmen im Bereich des verantwortungsvollen Unternehmenshandelns dar. "CSR ist die moderne Logik für eine Unternehmensführung, die sich an den gesellschaftlichen Erwartungen an das individuelle Unternehmen ausrichtet. Damit bietet CSR eine solide Planungssicherheit und schafft Vertrauen für die Geschäftsbeziehungen", so Tom Veltmann, Vorstandsmitglied des BKU in Münster und CSR-Experte.

In einer Diskussionsrunde standen die Unternehmer Frau Rike Kappler, Geschäftsführerin der Vollkornbäckerei cibaria, Ulrich Burgath, geschäftsführender Gesellschafter der Fahrerkonzept GmbH, Bernhard Wippermann, Geschäftsführer der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein und Tom Veltmann, Geschäftsführer von HP-FundConsult, der Moderatorin Martina Kreimann von der FreiwilligenAgentur Münster Rede und Antwort. Sie schilderten, wie sie die Corporate Social Responsibility in ihren Unternehmen erfolgreich integriert haben. "Für die Zukunft ist es gut, wenn noch mehr Unternehmen - ob gewerblich oder gemeinnützig - die Chancen von CSR entdecken", zog Peter Hoffstadt ein Fazit. Ziel des Caritasverbandes sollten hier nachhaltig ausgerichtete Unternehmenskooperationen sein. Dabei seien unterschiedliche Unterstützungsformen wie beispielsweise freiwilliger, ehrenamtlicher Einsatz, caritative Unternehmensservices oder finanzielle Zuwendungen für die soziale Aufgabe denkbar. "Dabei dürfen die bürokratischen Hürden aber nicht überhand nehmen", so Peter Hoffstadt.


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