Kloster auf (Fasten-) Zeit:
der
BKU in Plankstetten

Zum 5. Mal „Nahrung für die Seele“ zum Auftakt der Fastenzeit

Berching/Plankstetten. Wie in den vergangenen vier Jahren (BKU-Journal 1_2007, S. 37, 1_2008, S. 29, 1_2009, S. 37 und 1_2010, S. 37) kamen die Diözesangruppen aus Eichstätt-Ingolstadt und Regensburg auch 2011 am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (diesmal vom 11. bis 13. März) in die Benediktiner-Abtei von Plankstetten, um „Leben aus dem Ursprung“ zu erfahren und Leib und Seele in der Vorbereitung auf Ostern zu stärken.

Aus Ingolstadt und Regensburg, Erlangen und Hilpoltstein waren die Mitglieder und Freunde des BKU nach Plankstetten gekommen, um zwei volle Tage im Kloster zu verbringen. Sie nahmen am Chorgebet der Mönche teil und sangen sich Psalm für Psalm, Hymnus für Hymnus in eine Welt hinein, deren Zeit durch ihren eigenen Rhythmus geprägt ist. Mit der Ordensregel des Hl. Benedikt lernten sie den Tag von der Laudes bis zur Mittagshore, von der Vesper bis zur Komplet neu einteilen.

Gruppenbild  

 

Dass Zeit Anfang und Ende kennt, dass die Tage der Woche ihre eigene Bedeutung haben und nicht pausenlos in der Alltagshektik vorbeirasen dürfen, stellte Abt Dr. Beda Sonneberg (OSB) an den Anfang seiner Gespräche mit dem Kreis der Teilnehmer, der sich so auch geistig mehr und mehr in das klösterliche Leben hineindachte. Rituale seien dazu eine Hilfe, gerade um die Umtriebigkeit der Arbeitswoche hinter sich zu lassen und am Wochenende neue Kraft zu schöpfen. Dazu lasen die „Wochenend-Novizen“ vom BKU Verse aus der Genesis (1, 24 – 31) zur Erschaffung des Menschen am 6. Tag der Woche – einem Freitag nach christlicher Zählung, von denen aus sie eine Brücke zur Passion bei Johannes (19, 31 – 34) und zum Tod Jesu an einem 6. Tag schlugen, wiederum ein Freitag nach christlicher Zählung.

Passend zum Beginn der Fastenzeit mündeten diese Betrachtungen in die Deutung des Todes Jesu als Neuschöpfung des Menschen: „Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“ (2 Kor 5, 17); im täglichen Leben wie im Unternehmen dürften wir „niemand mehr nur nach menschlichen Maßstäben“ einschätzen (2 Kor 5, 16). Die Suche nach irdischem Glück sei noch lange kein guter Ratgeber für den Lebensweg, so Abt Beda: nur wer sich mit Gott an seiner Seite auf den Weg mache, sei auf gutem Weg zu wahrer Erneuerung - und nur wer so mit sich selbst im Reinen sei, der könne auch im Beruf und im Privatleben Zufriedenheit ausstrahlen. Pater Godehard Schuster (OSB) ergänzte dies mit einer Schlussbetrachtung über Parallelen und Unterschiede des klösterlichen Lebens und der Unternehmenswelt.

Türme

 

Rund um Gespräch und Gebet erlaubte das gewohnt sonnige Wetter manch erholsamen Spaziergang und viel frische Luft rund um das Kloster und die im Jahr 1129 romanisch errichtete, später gotisch erweiterte Klosterkirche „Zu den beiden Jungfräulichen“ (Maria und Johannes). Durch diese und die mit farbenprächtigen Ikonen ausgemalte Krypta führte die Gruppe am Samstag Pater Benedikt Schwenzl (OSB) in bewährt lebendiger Manier; am Sonntagmorgen feierten die Mitglieder und Freunde des BKU dort gemeinsam mit den Mönchen die Hl. Messe (Konventamt).

Auch 2012 organisieren die Diözesangruppen Eichstätt-Ingolstadt und Regensburg wieder „Klostertage zur Fastenzeit“ in der Benediktiner-Abtei Plankstetten an deren erstem Wochenende, dann vom 24. bis 26. Februar. Vormerkungen ab sofort an RA Dr. Thomas Troidl (telefonisch unter 0941-55156 oder per E-Mail über thomas.troidl@rae-schlachter.de); der Unkostenbeitrag wird voraussichtlich wieder bei 150 EUR liegen.

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